„Vase“ in Flammen gelegt

Riesiger Schreck am Lagerfeuer: Junge entgeht nur knapp einer Panzerfaust-Explosion 

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Der Kampfmittelbeseitigungsdienst rückt an und entsorgt die Panzerfaust aus dem Rotenburger Garten.

Der Schreck sitzt bei der Rotenburger Familie immer noch tief: Nur knapp ist sie einem größeren Unglück entgangen, nachdem der Sohn eine Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden hatte.

  • Junge findet Panzerfaust-Sprengkopf in Wümme
  • Später wirft er die Granate ins Lagerfeuer
  • Kampfmittelbeseitigungsdienst identifiziert das Objekt

Rotenburg – Beim Spielen an der Wümme im Bereich der Amtsbrücke hatte der Junge einen metallenen Gegenstand gefunden und diesen mit nach Hause gebracht. „Eine Vase“, habe die Familie gedacht – und ließ das Ding einige Wochen im Garten liegen. 

Am Montagabend landete die „Vase“ im Lagerfeuer im Garten, der Junge wollte sie schmieden. Doch als mehr und mehr Funken sprühten und es laut zischte, schrillten die Alarmglocken bei den Eltern. Nach mehreren vergeblichen Löschversuchen gelang es, das Feuer mit Sand zu ersticken.

Ordnungsamtsleiter: Familie hat großes Glück gehabt

Die Familie wandte sich am Dienstagmorgen an die Stadt. Ordnungsamtsleiter Frank Rütter sprach dann am Donnerstag von großem „Glück“, dass nicht mehr passiert ist. Am Dienstagnachmittag untersuchte ein Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes den Gegenstand. Es stellte sich heraus, dass es sich um den Sprengkopf einer Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg gehandelt hat. 

Rütter: „Diese Information musste ich erst einmal sacken lassen, bis mir klar wurde, wie viel Glück die Familie, insbesondere der Sohn gehabt hatte.“ Es soll sich um eine „Panzerfaust 30“ handeln, die seit 1943 eingesetzt wurde. Knapp sieben Kilo schwer war sie in ihrer gesamten Ausführung.

Bei Sprengstoff-Verdacht sofort Experten einschalten

Die Stadt appelliert aufgrund dieses Falles daher an alle Bürger, keine verdächtigen unbekannten Gegenstände mit nach Hause zu nehmen. Beim Verdacht, dass es sich um eine Waffe oder ähnliches handeln könnte, sollte umgehend der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen unter 0511 / 30245500 oder das Ordnungsamt benachrichtigt werden. 

Kampfmittel können laut Rütter Munition oder Munitionsteile sein, die Explosivstoffe enthalten oder aus diesen bestehen und ein erhebliches Gefährdungspotenzial aufweisen.

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