CDU stellt Antrag / Probleme bei der Entwässerung verzögern Umsetzung

Goethestraße soll Fahrradstraße werden

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Was viele nicht wissen: Die rot markierten Spuren der Goethestraße sind nur Angebotsstreifen. Eine Pflicht, diese zu nutzen, gibt es für Radfahrer in der 20er-Zone nicht. 

Rotenburg – Das Thema ist nicht neu, mit einem Antrag der CDU-Stadtratsfraktion könnte aber nun langsam mehr Bewegung in die Sache kommen: Die Goethestraße soll Rotenburgs dritte Fahrradstraße werden. In einem von CDU-Fraktionschef Klaus Rinck unterzeichneten Schreiben heißt es, dass „die Goethestraße in dafür geeigneten Bereichen zur Fahrradstraße“ gewidmet werden soll. Die Verwaltung werde beauftragt, bauliche Maßnahmen zu erarbeiten und dem Rat vorzulegen, die diesem Zweck dienen und den Fahrradfahrern ein sicheres Befahren der Goethestraße ermöglichen.

Die CDU begründet den Antrag mit der für Radfahrer weiterhin gefährlichen Situation vor allem durch die Parkstreifen. Hier kommt es immer mal wieder zu Unfällen, weil Autofahrer unbedarft Türen öffnen, die auf die Radspuren ragen. Die Umwidmung „der Goethestraße zur Fahrradstraße ermöglicht den Fahrradfahrern das Befahren der Fahrbahnmitte. Autofahrer müssen Fahrverhalten und Geschwindigkeit den Fahrradfahrern anpassen. Eine Gefährdung durch Personen, die parkende Fahrzeuge verlassen, wird deutlich reduziert. Die Radfahrbahnen können/sollten mit der Hauptfahrbahn vereinigt werden. Dadurch kann auch der dazwischen gelegene Bordstein entfallen, sodass eine weitere Gefährdungsquelle ausgeschlossen wird“, so der Antrag.

Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) zeigt sich in einer ersten Reaktion erfreut, „dass die CDU das Radfahren als umweltfreundliche Fortbewegung für sich entdeckt hat“. Der Umbau der Goethestraße zur Fahrradstraße sei aber „ein Pferd, das wir schon lange in Bewegung halten“. Dass nicht schon längst etwas geschehen sei, hänge vor allem mit Kanalarbeiten zusammen, die notwendig würden, wenn die bisherige Entwässerung verändert würde. Um für diese teuren Arbeiten Fördermittel einzutreiben, müsse erst der Verkehrsentwicklungsplan für die gesamte Stadt stehen. 10 000 Euro sind dafür im laufenden Haushalt vorgesehen. Ein „Schnellschuss“ helfe nicht weiter, denn die Goethestraße sei als Bypass für den Autoverkehr vom Mühelende zur Harburger und Soltauer Straße weiterhin wichtig. Ziel der Stadt sei es dennoch, mittelfristig die Goethestraße umzubauen. Auch seien bereits verschiedene Modelle besprochen worden, die zum Beispiel eine Teilsperrung der Straße für den Durchgangsverkehr vorsehen. Da Weber der CDU-Antrag am Montag aber noch nicht schriftlich vorlag, wollte er sich nicht genauer zu diesem äußern.

Wohl aber weist er darauf hin, dass Radfahrer schon jetzt in der 20er-Zone die normale Fahrbahn nutzen dürften. Die rot markierten Spuren seien nur Angebotsstreifen für Radfahrer. Wem es dort zu eng oder rutschig ist, der könne bei entsprechender Rücksichtnahme auch in der Mitte fahren. Nur: „Viele Autofahrer wissen das einfach nicht“, bedauert Weber. „Selbst der Bürgermeister wird manches Mal weggehupt, wenn er da fährt.“

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