Landkreis sieht „große Probleme“ durch Aussetzung des Wirkstoffs

Rotenburger Gesundheitsamt sagt Astrazeneca-Impfungen ab

Ampulle mit Astrazeneca-Wirkstoff
+
Auch im Landkreis wird vorerst kein Astrazeneca-Wirkstoff mehr verimpft.

Ist der Corona-Impfstoff von Astrazeneca gefährlich? Im Landkreis sorgt die Aussetzung jedenfalls für Probleme.

  • Zweitimpfung für mehr als 2.500 Menschen im Kreis offen.
  • Rund zehn Prozent der Kreisbewohner bislang geimpft.
  • Inzidenz bei 41.

Rotenburg – 2 .582 Menschen im Landkreis Rotenburg sind bis Montagabend mit dem Astrazeneca-Wirkstoff gegen Corona geimpft worden. Wann sie ihre Zweitimpfung erhalten, ist jedoch offen: Auch im Landkreis ist nach der Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Impfung mit Astrazeneca für Erst- als auch Folgeimpfungen bis auf Weiteres eingestellt worden.

Betroffen sind bislang ausschließlich Menschen, die beruflich der Priorisierungsgruppe eins zugeordnet werden – zum Beispiel medizinisches Personal sowie Mitarbeiter von Pflegediensten. Sollten Menschen dieser Gruppen bislang nicht geimpft worden seien, bittet der Landkreis bei Interesse an einem Angebot um Rückmeldung an orga2.impfzentrum@lk-row.de.

Ob die Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff sinnvoll sind, will das hiesige Gesundheitsamt aktuell nicht kommentieren. Größere Schwierigkeiten habe es nach der Verabreichung aber bislang nicht gegeben, so Kreissprecherin Christine Huchzermeier: „Dem Gesundheitsamt liegen zwei Meldungen vor. Die Reaktionen gingen jedoch nicht über die in der Fachinformation des Impfstoffes beschriebenen hinaus, waren also nicht schwerwiegend.“ Klar sei nunmehr aber, dass es zu großen Problemen für den Ablauf, die Organisation und die weiteren Planungen des Impfzentrums in Zeven komme. „Die für Mittwoch geplanten Impfungen von Mitarbeitern der Rotenburger Werke und der Lebenshilfe mussten abgesagt werden, ebenso viele Impftermine von einer der Impfstraßen sowie alle Impfungen, die für Samstag geplant waren“, teilte Huchzermeier am Dienstagnachmittag auf Nachfrage mit. Sie befürchtet dadurch „einen weiteren Vertrauensverlust in der Bevölkerung“.

Das Impfzentrum werde nun die verbliebenen Vakzine der Hersteller Biontech und Moderna gemäß der Priorisierung weiter einsetzen. Durch deren begrenzte Verfügbarkeit sei aber eine Impfung aller Personen der Priorität zwei zurzeit noch nicht möglich. Es sei auch noch nicht absehbar, wann ausreichende Impfstoffmengen für diese und weitere Gruppen wieder zur Verfügung stehen werden. Aufrecht erhalten bleiben könnten allerdings die Impfungen der über 80-Jährigen mit den Vakzinen von Biontech und Moderna, das gelte auch für die geplanten dezentralen Impftermine in dieser Woche in Wittorf, Sottrum und Lauenbrück sowie für die Termine in Gnarrenburg am 26. März und Rotenburg am 31. März und 1. April. Die Zweit-impftermine in Oerel und Wittorf am 29. und 30. März und am 3. April in Bremervörde finden den Angaben nach ebenfalls statt. Bis Montagabend haben im Landkreis insgesamt 16 539 von gut 163 000 Kreisbewohnern eine Corona-Impfung erhalten.

Bei den Coronazahlen bleibt der Landkreis ungefähr auf dem Stand der Vortage mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 41 Neuinfektionen in Bezug auf 100 000 Einwohner. Acht neue Coronafälle gibt es seit Montag, kreisweit gelten 128 Menschen als infiziert, von denen sich sechs in stationärer Behandlung befinden. 295 Kontaktpersonen leben aktuell in Quarantäne. 77 Pandemie-Tote wurden bislang im Landkreis gezählt. Kommunal gesehen hat Bremervörde momentan mit 20 die meisten Infizierten, in Rotenburg sind es 18. Scheeßel zählt 15 Covid-Positive, Visselhövede sieben, Sottrum zwei, Bothel einen. Fintel gilt derzeit als nicht betroffen.

Fragen rund um die Covid-19-Impfung beantwortet die Impf-Hotline des Landes montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr unter 0800/9988665. Das Bürgertelefon des Landkreises zum Thema Corona ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr zu erreichen unter 04261/983983. Aktuelle Zahlen und Infos auch auf der Homepage des Landkreises.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Tipps für Erdbeeren auf dem Balkon und im Beet

Tipps für Erdbeeren auf dem Balkon und im Beet

Meistgelesene Artikel

Inzidenz über 100 – aber noch keine Folgen

Inzidenz über 100 – aber noch keine Folgen

Inzidenz über 100 – aber noch keine Folgen
Ronolulu: Saisonstart am 1. Mai fällt ins Wasser

Ronolulu: Saisonstart am 1. Mai fällt ins Wasser

Ronolulu: Saisonstart am 1. Mai fällt ins Wasser
Scheeßeler Schulen wehren sich gegen Lieferung von Großpackungen

Scheeßeler Schulen wehren sich gegen Lieferung von Großpackungen

Scheeßeler Schulen wehren sich gegen Lieferung von Großpackungen

Kommentare