Gespräche mit Verkehrsminister Lies über HVV-Anbindung

Günstiger bis nach Hamburg

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Die Fahrt über die Verkehrsverbünde hinweg zwischen Bremen und Hamburg soll günstiger werden.

Rotenburg - Über die Tarifausweitung des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) auf den Landkreis wird ein Gutachten erarbeitet, das im Sommer auf dem Tisch liegen soll. Das teilte der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) den Grünen Kreistagsabgeordneten Elke Twesten und Reinhard Bussenius bei einem Gespräch in Hannover mit. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage, wer die Mindereinnahmen des HVV deckt.

Fahrgäste aus dem Landkreis Rotenburg müssen derzeit vergleichsweise viel Geld zahlen, um in den Landkreisen Harburg oder Stade in das HVV-Gebiet zu kommen, wo dann ein deutlich günstigerer Tarif gilt. Gerade für Pendler mit geringem Einkommen ist das nicht attraktiv, bemerkte Twesten.

Im Gespräch mit Lies habe die Scheeßeler Kreistags- und Landtagsabgeordnete aus der E-Mail eines jungen Auszubildenden einer großen Hamburger Reederei zitiert, der die Situation problemgenau und treffend formuliert hatte, heißt es in der Pressemitteilung: Aufgrund des fehlenden HVV-Anschlusses zahle dieser allein für die Monatskarte Tostedt-Rotenburg und für eine 14 Minuten dauernde Fahrt 18,90 Euro mehr als für die gesamte HVV-Strecken-Netzkarte ab Tostedt, eine insbesondere für junge Auszubildende nicht hinnehmbare finanzielle Belastung. Dies verdeutliche die Aktualität und Brisanz des Themas umso mehr, so Twesten.

Wie der Bremervörder Bussenius nach dem Gespräch mitteilte, unterstrich Lies das Ziel, insbesondere Pendler verstärkt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel anzuregen. In diesem Sinne könne sich das Land eine Startfinanzierung vorstellen, mit der einfache Tarifstrukturen geschaffen werden können und entsprechender Bedarf angeschoben werden kann. Mittelfristig müsste sich das jedoch durch verstärkte Nutzung und der damit dann verbundenen Steigerung der Fahrgastzahlen selbst tragen. Allerdings müsse auch Hamburg erkennen, dass die Vorteile auf der Hand liegen, wenn Arbeitnehmer aus dem Umland auf diese Art und Weise problemlos, günstig und unkompliziert ihren Arbeitsplatz in Hamburg erreichen und das Land Hamburg sich an der Lösung beteiligt.

oer/mk

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