Zwei neue Spezialfahrzeuge

Gerätewagen sorgen für Hilfe bei Großeinsätzen

+
Stefan Blome (v.l.) , Andre Lohmann, Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rothgeber, Olaf Behrens, Tobias Burmeister, Sven Petersen, Bianca Kahrs, Kevin Martens mit Landrat Hermann Luttmann und dem Bremervörder DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff bei der Fahrzeugübergabe in Zeven.

Zeven - Von Wolfgang Millert. Es war mal eine angenehme Aufgabe für Landrat Hermann Luttmann, der sich sonst in Sachen Martin-Luther-Krankenhaus Zeven einer Menge Kritik ausgesetzt sieht. Denn er übergab jetzt zwei neue „Gerätewagen Rettungsdienst“ (GW RD) für den DRK-Kreisverband Bremervörde.

Damit ist der Landkreis Rotenburg im Land Niedersachsen Vorreiter, wenn effiziente Hilfe und der Transport von benötigtem Material im Fall einer Großschadenslage unverzüglich erforderlich sind. Der Landesausschuss „Rettungsdienst“ hat sich in der Vergangenheit mit dem Thema Großschadensereignisse intensiv befasst und Empfehlungen erarbeitet, wie in solchen Fällen eine Bewältigung der Lage weiter optimiert werden kann. Einbezogen in die Richtlinien sind neben effektiver Logistik der Transport von Ausrüstung und Material.

Eine Großschadenslage bedeutet ein Ereignis mit einer erheblichen Anzahl von Verletzten, Erkrankten oder anderen Opfern. Bei derartigen Vorkommnissen, beispielsweise Massenkarambolagen oder Busunfällen, kommen in aller Regel neben Personen- auch erhebliche Sachschäden hinzu.

Landrat Luttmann übergab auf dem Betriebshof der feuerwehrtechnischen Zentrale in Zeven zwei nach aktuellem Stand ausgerüstete Gerätewagen an DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit dem Rettungsdienst im Landkreis beauftragt. Refinanziert werden die vom Landkreis beschafften Gerätewagen über die Krankenkassen.

Equipment zur Ersthilfe an Bord

Das Grundequipment zur Ersthilfe haben die Rettungsdienst-Gerätewagen in gebührender Anzahl an Bord, Beatmungsgeräte und Defibrillatoren sind griffbereit. Sogar zwei aufblasbare Zelte stehen je Fahrzeug zur Verfügung. In denen kann im Einsatzfall schon direkt vor Ort notärztliche Ersthilfe geleistet werden, bis die alarmierten Rettungsfahrzeuge für den Abtransport aller Verunglückten sorgen können.

„Die Helfer vor Ort sind schneller versorgt und können effizienter arbeiten“, betonte Luttmann bei der Schlüsselübergabe für die Gerätefahrzeuge an Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rothgeber aus Bremervörde.

Eines der Fahrzeuge wird künftig in Bremervörde im „Solferinohaus“ und das zweite in der Zevener Fahrzeughalle des DRK-Ortsvereins und der Schnelleinsatzgruppe (SEG) stationiert sein.

Stefan Blome aus Zeven sowie seine Bremervörder und Rotenburger Kameraden, die bei der Übergabe dabei waren, wissen aus eigener Erfahrung, wie wertvoll die neuen 7,5-Tonner im Einsatzfall sein können, wenn mehr als zehn Menschen gleichzeitig in Not sind.

Blome, Lehrer an der IGS Zeven, ist seit mehr als zehn Jahren Mitglied des Zevener DRK-Bereitschaftsdienstes, Rettungssanitäter und stellvertretender Katastrophenschutz-Zugführer.

zz

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Gedenken der Opfer des Gladbecker Geiseldramas in Heiligenrode

Gedenken der Opfer des Gladbecker Geiseldramas in Heiligenrode

Gladbecker Geiselnahme: Geblieben sind Schmerz und Trauer

Gladbecker Geiselnahme: Geblieben sind Schmerz und Trauer

Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Meistgelesene Artikel

Der Acker wird lebendig

Der Acker wird lebendig

„Laut & draußen“-Festival auf dem Kalandshof bleibt vom Unwetter verschont

„Laut & draußen“-Festival auf dem Kalandshof bleibt vom Unwetter verschont

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Lars Kühnast und Meike Loewel holen sich die Titel

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Kommentare