Imkerin Elli Döbler und Anja Schulenberg vom UBZ zeigen Kindern die Welt der Bienen

Geordnetes Gewusel in der süßen Wohnung

Anja Schulenberg erklärt den Kindern im Honigspeicher am Heimathaus das Verhalten der Bienen in der Natur.

Rotenburg – Einige Kinder, die in den Ferien zu Hause geblieben oder bereits zurück sind, haben am Donnerstag einen spannenden Vormittag auf dem Heimathausgelände in Rotenburg erlebt. Sie waren den wilden und zahmen Bienen auf der Spur.

„Bei den Bienen denken die meisten Menschen zuerst an die Honigbiene und wissen gar nicht, dass diese vom Menschen gezüchtet und gehalten werden“, erklärte Anja Schulenberg vom Umweltbildungszentrum in der Kreissstadt. Die anderen werden als Wildbienen bezeichnet. „Beide spielen eine wichtige Rolle für die Bestäubung der Pflanzen.“ Dabei zeigte sie den Kindern Modelle und Fotografien herum, um ihre Ausführungen anschaulicher zu machen. So erfuhren die jungen Teilnehmer viel über das Leben, Bedürfnisse, Gefährdung, Lebensräume und vieles mehr rund um das nützliche Insekt. Auch über die Honigproduktion wurde gesprochen – und da kam Elli Döbler, die Vorsitzende des Rotenburger Imkervereins ins Spiel.

Kindgerecht erklärte sie direkt am Bienenstock neben dem Heimathaus, was sich alles so abspielt, bis der Honig in die Waben gelangt. Die Kinder hatten zum Schutz einen Imkerhut mit Schleier aufgesetzt. Unter den Kindern war mit Jonas Herbig bereits ein „Routinier“, denn er ist das vierte Mal dabei. So übernahm er während der Vorstellung eines Bienenstocks einige Imkerarbeiten.

„Wenn man in eine Bienenwohnung schaut, sehen wir ein Gewusel von herumlaufenden Bienen. Aber das täuscht, denn die Insekten wissen, was sie tun“, so Döbler. Sie öffnete den Deckel einer Bienenwohnung. Da gibt es einiges zu tun. So unter anderem „Kinderpflege und Hauswirtschaft“, das heißt, die Wohnung sauber zu halten und sich um die gelegten Eier der Königin zu kümmern, erklärte Döbler. In der „Honigküche“ wird der Nektar von den Sammlerinnen angenommen, getrocknet und in den Wachszellen eingelagert. Die Bienen der Bauwirtschaft schwitzen Wachs aus den Drüsen, der als Baustoff für die sechseckigen Waben benötigt wird.

Die „Türwächter“ haben eine verantwortungsvolle Aufgabe. „Sie lassen niemanden in die Wohnung, der nicht ihren Geruch hat“. Fremde werden mit Bissen und Stacheln attackiert. Die „Außendienstler“ suchen Nahrungsquellen und teilen ihren Mitbewohnern mit dem „Bienentanz“ den Fundort mit.

„Einige Drohnen leben herrlich in Freuden und haben nur eines im Sinn – für die Fortpflanzung zu sorgen“, weiß die Imkerin. Am Ende des Sommers gibt es keine Königinnen mehr – das merken die Bienen und werfen die Drohnen aus dem Volk. „Eine Königin hat eine Lebenserwartung von bis zu fünf Jahren und legt jeden Tag bis zu 2000 Eier“, so die Imkerin

Und wie der Honig schmeckt, das erfuhren die Kinder am Ende der Veranstaltung, denn jeder Teilnehmer durfte aus den mitgebrachten Honiggläsern der Imkerin naschen. Ein süßer Abschluss dieser spannenden Veranstaltung.  go

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