Viertes Kulturbankett im Stadtstreek

Genuss für Augen und Gaumen

Das dritte Kulturbankett 2013 musste im Rathaus abgehalten werden. Für Sonnabend ist der Stadtstreek als Ort geplant. - Foto: go

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Reinhard Lüdemann arbeitet derzeit auf Hochtouren. Bei dem Hauptamtsleiter im Rotenburger Rathaus laufen die Fäden des diesjährigen vierten Kulturbanketts zusammen. Am Sonnabend soll der Stadtstreek von 17.30 Uhr an ein Ort von Genuss und Kultur werden, im Moment teilt Lüdemann Gastgeber und Gäste einander zu. Keine leichte Aufgabe bei insgesamt 270 Leuten.

135 Gastgeber (mindestens vier Personen in einer Gruppe) bereiten für 135 andere Menschen ein Abendessen vor und bringen es von zu Hause aus mit. Für die richtige Lagerung – ob kalt oder warm – sorgt die Küche der Rotenburger Werke. Die Gastgeber kommen aus dem gesamten gesellschaftlichen Leben Rotenburgs und umzu. Soziale, kulturelle und religiöse Institutionen, der Campus Unterstedt oder auch Doppelkopfrunden: „Alles querbeet“, sagt Lüdemann.

Neben der Stadt und der Kulturinitiative Rotenburg (Kir) sind die Rotenburger Werke sowie die Kirche mit an Bord. Wie schon bei den Banketten in den Vorjahren waren auch in diesem Jahr wieder die Gastgeber leichter zu finden als Gäste. „Das liegt an unserer Erziehung“, glaubt Lüdemann. Man wolle für eine Leistung halt auch immer eine Gegenleistung erbringen. „Die Menschen wollen bezahlen“, sagt der Amtsleiter. Es wäre ihnen unangenehm, sich einladen zu lassen. Aber: „Genau das ist doch die Idee dahinter.“

Doch nicht nur Essen soll es am Sonnabend am Stadtstreek geben. Natürlich gibt es auch ein Kulturprogramm. Dafür hat die Kir gesorgt. So tritt das Gifhorner Kammerorchester, welches dann ein Probewochenende in Rotenburg abhält, auf, ebenso die Rotenburger Poetry-Slammerin Conny Fauck. Zwei Beiträge kommen in diesem Jahr von den Integrationskursen der Volkshochschule, die zudem mit zwei Gruppen mit 21 beziehungsweise 16 Teilnehmern die größte Anzahl an Gastgebern stellen. „Es ist immer toll, wenn man ihnen eine Bühne bieten kann“, sagt Lüdemann. Außerdem sind die Tanzgruppe der Rotenburger Werke, das Kindertheater der Kir Rotenburg, die junge Band „I don’t know“ aus der Kreismusikschule sowie die Gruppe „Goldene Brücke“, die mit Musik und Tanz russische Traditionen hochhält, dabei.

Am Donnerstag soll die Entscheidung fallen, ob das Wetter das Bankett nicht doch noch vom Stadtstreek in die Aula der Realschule zwingt. Lüdemann; „Wir haben immer einen Regennotfallplan.“ Es wäre nicht das erste Mal, schon früher musste das Kulturbankett von draußen in die Stadtkirche oder in das Rathaus ausweichen. „Bereits ein Schauer wäre zuviel“, sagt Lüdemann. Im Zweifel gehe man lieber auf Nummer sicher, schließlich mag niemand gerne im Regen oder an einem nassen Tisch sitzen.

Lüdemann selbst ist als Organisator übrigens als Gast dabei. Am Sonnabend kann er sich zur Belohnung das Essen der Rotenburger Moscheegemeinde schmecken lassen.

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