Gelungener Auftakt

Mit Gospel und Gauklern: Erster Rotenburger „Heimatsommer“ trifft den Besuchergeschmack

Comedian und Jongleur „Härr Georg“ bespaßt die Besucher.
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Comedian und Jongleur „Härr Georg“ bespaßt die Besucher.

Rotenburg – Petrus ist Fan vom „Heimatsommer“ – anders ist der strahlende Sonnenschein just zum Beginn des neuen Formats am Rotenburger Heimathaus nach reichlich düsteren Prognosen nicht zu erklären. Glück gehabt, „einen Plan B hatten wir nicht“, gibt Benjamin Roolfs vom Info-Büro zu. Das hatte das Familien-Picknick am Samstagnachmittag mit Gauklern und Live-Musik im Namen der Stadt auf die Beine gestellt.

Einige Tage vorher habe man kalte Füße bekommen und eine überdachte Bühne bestellt, um wenigstens das Equipment der vierköpfigen Band „Midnight Stompers“ zu schützen. Ein Ausweichen ins eigentlich prädestinierte Heimathaus sei wegen der Pandemie keine Option gewesen. Noch am selben Morgen wurden angesichts des nassen Rasens Bierbänke organisiert. So hielt sich am Nachmittag die Anzahl der Picknickdecken, zwischen denen Comedian und Jongleur „Georg“ mit selbstgebautem Fahrrad mit Ausblick und Einrad herumkurvte, in Grenzen.

Jazzclub-Ambiente

Eine bunt gemischte Schar von rund 200 Besuchern – vom jungen Pärchen über Familien bis zu Freundesgruppen – erlebte einen der seltenen Auftritte der Sängerin Sydney Ellis in der Region. Kein Wunder, ist die stimmstarke Wahl-Visselhövederin, die mit stimmigen Blues-, Soul- und Gospelinterpretationen Jazzclub-Ambiente verbreitete, mit rund 60 Auftritten pro Jahr normalerweise den Großteil des Jahres auf Tour. Erst seit Juni steht die charismatische gebürtige Amerikanerin nach den Lockdowns wieder auf der Bühne. „Nach so langer Zeit hat man Probleme, sich alle Liedtexte zu merken“, schmunzelte sie. Davon war jedoch nichts zu spüren, etwa bei der wunderschönen Versionen des rockig interpretierten Gospels „Wade in the Water“. Das goutierten die Besucher, besonders diejenigen, die wie Thomas Voss mit Frau und Freunden extra wegen der Musik gekommen waren. „Ein tolles Format – so ein Picknick machen wir sonst nur beim ‚Sommer in Lesmona‘“, so der Scheeßeler Hobbymusiker.

Für Roolfs ist der Nachfolger für das „Kulturbankett“, das sich nach vielen Jahren etwas überlebt habe, als Testballon aufgegangen. „Dass wir etwas am Heimathaus machen wollen, war früh klar“, so der Marketing-Experte. Das Format eines Picknicks habe sich in der Pandemie ebenfalls angeboten.

In Zukunft wird die Stadt, wie schon bei „Laut & Draußen“ zusammen mit den Rotenburger Werken, öfter als Veranstalter in Erscheinung treten. „Nämlich überall da, wo es gilt, funktionierende Formate am Leben zu erhalten“, so Roolfs. Nach dem „Heimatsommer“ schrauben die Planer von der Stadt schon an einem größeren Format: einem Festival mit zwei Bühnen und vielen Mitmachaktionen. Ein ambitioniertes Vorbild hat der Salzhausener auch im Hinterkopf: das „A Summer’s Tale“ in Luhmühlen.  

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