Der Rotary-Club Rotenburg besteht seit 50 Jahren

Der Gemeinnützigkeit verschrieben

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Michael Schwekendiek (v.l.), Friederike Schloh und Rolf Ehlermann setzen sich zusammen mit den anderen Mitgliedern des Rotary-Clubs Rotenburg für verschiedene regionale und internationale Projekte ein. Der Club wurde 1967 gegründet.

Rotenburg - Von Farina Witte. Ein weltweit ausgebreitetes Netz verschiedener Clubs, die sich gemeinnützig engagieren und teilweise auf eine lange Tradition zurückblicken können: Das ist Rotary kurz zusammengefasst. Der Rotary-Club Rotenburg besteht seit 50 Jahren und feiert dieses Jubiläum am kommenden Samstag im geschlossenen Rahmen auf dem Hartmannshof.

Dort möchten die derzeit 58 Mitglieder nicht nur das Bestehen feiern, sondern auch das, was sie bisher erreicht haben. Denn die Aufgabe der Clubs ist es, sich für gemeinnützige Projekte einzusetzen und da einzuspringen, wo existenzielle Not herrscht, erklärt Rotarier Rolf Ehlermann. Die Rotenburger Rotarier haben schon viele Projekte angepackt. „Wir haben einige, sogenannte ,Hands-on-Projekte‘“, berichtet Ehlermann. Dazu gehörten zum Beispiel Aufforstungsarbeiten in Westerholz und der Bau von Kinderspielplätzen in Scheeßel sowie in Rotenburg beim Bullensee. Vor zwei Jahren starteten die Rotarier auch ein internationales Projekt in der Kreisstadt. Sie sammelten alte Tretnähmaschinen ein, die nach Guinea gingen. 

„Die Nähmaschinen mussten ja auch dahin gebracht werden“, erklärt Ehlermann, „und dafür wurden dann Spenden gesammelt.“ Solche Aktionen, betont der Rotarier, müssten von A bis Z durchgedacht werden. Auch an der Bierdeckel-Sammelaktion zugunsten der Poliobekämpfung waren die Rotenburger Rotarier beteiligt. Diese Aktion wurde vom Distrikt 1850, zudem fast ganz Niedersachsen gehört, organisiert.

Jährliches Entenrennen auf der Wümme

Eine große Spendensammelaktion der Rotenburger Rotarier ist das jährliche Entenrennen auf der Wümme anlässlich des Kartoffelmarkts. Wer mitmacht und sich eine der nummerierten Plastikenten kauft, hat die Chance Preise zu gewinnen. Diese wurden unter anderem auch von Firmen aus der Region gespendet. „Der Erlös geht komplett an unsere Projekte“, sagt Mitglied Michael Schwekendiek.

Was vor mehr als 100 Jahren in Chicago anfing, hat sich mit der Zeit in der ganzen Welt ausgebreitet. In der amerikanischen Großstadt kamen damals fünf Männer, die unterschiedliche Berufe ausübten, zusammen, um den ersten Rotaryclub zu gründen. 1967, als der Rotenburger Club gegründet wurde, waren es 21 Männer. „In Verden gab es damals schon einen Club und der hat uns angesprochen“, erinnert sich Gründungsmitglied Ehlermann. Bei der Clubgründung gelte das Prinzip, dass ein bestehender Club einen neuen gründet. Mitglied werden kann man, wenn man von Rotariern angesprochen wird. Während es zunächst Männern vorbehalten war, aufgenommen zu werden, nimmt Rotary International seit 1991 auch Frauen auf. Im Rotary-Club Rotenburg machen aber erst seit ein paar Jahren Frauen mit.

Friederike Schloh erste Frau im Rotary-Club Rotenburg

An den Anruf des Clubs erinnert sich Friederike Schloh noch genau. Sie ist die erste Frau im Rotenburger Club und seit vier Jahren dabei. „Ich habe erst versucht, das abzuwiegeln“, erzählt Schloh. Sie sei sich unsicher gewesen, ob sie auch noch in dem Club aktiv werden könne. „Denn ich bin ehrenamtlich stark engagiert.“ Doch da Rotarier nicht zu jedem der wöchentlichen Treffen kommen müssen, entschied sie sich dafür mitzumachen – und bereut diesen Entschluss nicht. Die Projekte, die die Rotenburger Rotarier betreuen und betreut haben, hätten sie überzeugt. „Ich habe das Gefühl, dass das Geld, das wir akquirieren, auch wirklich ankommt.“ Zudem würden sich die Rotarier häufig auch vor Ort darum kümmern, dass die Hilfe funktioniert. „Die Vorträge, die bei den wöchentlichen Treffen gehalten werden, sind eine Bereicherung“, findet Schloh.

Neben den wöchentlichen Zusammenkünften und der Betreuung der Projekte sei die Vernetzung mit anderen Clubs für Rotary von Bedeuutung. Der Rotary-Club Rotenburg hat Partnerclubs in England, Dänemark und Norwegen, mit denen sie auch einige Projekte zusammen betreuen. Außerdem haben die Rotenburger noch einen weiteren Club vor Ort gegründet: den Rotary-Club Rotenburg Wümmeland.

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