Gemeindebrandmeister Björn Becker über die Arbeit als Brandschützer

„Es lebt vom Mitmachen“

+
Ohne den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr würde, wie hier in Jeerhof, das Feuer einen viel größeren Schaden anrichten.

Sottrum - Von Antje Holsten-Körner. Wenn über 112 der Notruf ausgelöst wird, sind innerhalb von nur wenigen Minuten ein oder gleich mehrere Freiwillige Feuerwehren am Einsatzort. Damit die Feuerwehr-Kampagne „Stelle dir vor, du drückst und alle drücken sich“ nicht zur Realität wird, werben die Brandschützer um Nachwuchs.

„Im ganzen Landkreis haben wir keine Berufswehr, sondern nur Freiwillige Feuerwehren“, betont Sottrums Gemeindebrandmeister Björn Becker. Alle Hilfen werden daher ehrenamtlich erbracht, die Kosten für Berufswehren würden wohl so gut wie jeden Gemeindehaushalt sprengen. Doch das kann in Zukunft ganz anders aussehen, denn viele Wehren klagen über mangelnden Nachwuchs. „Wir haben derzeit keine Probleme damit, bei uns gibt es glücklicherweise nur einen leichten Abwärtstrend“, sagt Becker. In den 15 Ortswehren sind derzeit 603 Mitglieder aktiv. Doch auf dem derzeitigen Polster ausruhen möchte sich niemand. Daher rührt er mit seinen Kameraden schon jetzt die Werbetrommel für die Feuerwehren.

„In den vergangenen Jahren wurde von der Samtgemeinde viel Geld in die Wehren investiert. Mit den modernen Geräten macht es einfach mehr Spaß“, schwärmt Becker von seiner Arbeit. Er ist mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Für ihn gibt es kaum Zeiten ohne Feuerwehr, denn auch Ehefrau Doris engagiert sich bei den Brandschützern. „Das System lebt vom Mitmachen“, hebt der Gemeindebrandmeister hervor. Und weiter: „Die Wehren sind von Bürgern für Bürger.“ Der 38-Jährige sieht die Feuerwehr auch als gute Möglichkeit für Neubürger, sich in die Gemeinde zu integrieren.

„Es ist nicht nur ein gutes Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, sondern neben den Einsätzen und Übungsdiensten gibt es auch einen Zusammenhalt untereinander“, hebt er hervor. Der Eintritt in die Feuerwehr ist ab 16 Jahren möglich. Aber es steht auch schon dem Nachwuchs der Weg offen, denn für sie gibt es ab einem Alter von zehn Jahren die Jugendfeuerwehren.

Damit die Neulinge über das Feuerwehrwesen Bescheid wissen, gibt es den Truppmann-Lehrgang, bei dem Grundkenntnisse vermittelt werden. Die weitere Ausbildung erfolgt in den Ortswehren. „Es können dann noch weitere Lehrgänge besucht werden, sehr sinnvoll ist der Atemschutzlehrgang“, erklärt Becker.

Wer sich zum Schritt entscheidet, Spaß zu haben und gleichzeitig etwas Gutes zu tun, kann sich mit dem jeweiligen Ortsbrandmeister in Verbindung setzen. Die Adressen sind im Veranstaltungskalender der Samtgemeinde auf www.sottrum.de zu finden. Auskunft gibt es auch im Rathaus unter (04264/ 83200). Mitgliedsbeiträge fallen nicht an. Auch die notwendige Ausrüstung stellt die Samtgemeinde zur Verfügung.

Mehr zum Thema:

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Vettels Startsieg als Signal an Hamilton

Vettels Startsieg als Signal an Hamilton

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Reitpferde- und Fohlenauktion in Verden 

Reitpferde- und Fohlenauktion in Verden 

Meistgelesene Artikel

Dachbrand in Waffensen schnell gelöscht

Dachbrand in Waffensen schnell gelöscht

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Kommentare