Es geht um stille Stars

Stadt Rotenburg vergibt in diesem Jahr zum dritten Mal den Ehrenpreis

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Auf Initiative von Susanne Kuppler vergibt die Stadt Rotenburg in diesem Jahr zum dritten Mal einen Ehrenpreis an Menschen, die im Verborgenen Gutes tun. Das Gremium bittet um Vorschläge und wählt am Ende die Preisträger aus.

Rotenburg - Von Guido Menker. Es geht um die „stillen Stars“ in unserer Gesellschaft. Um Männer und Frauen, die sich sozial engagieren, ohne dabei selbst in den Vordergrund zu treten. Sie machen einfach, reden aber nicht viel darüber. Sie helfen in der Nachbarschaft, unterstützen Flüchtlinge, übernehmen Patenschaften. Sie bringen sich ein, wo sie selbst den Bedarf erkennen – aber kaum einer bekommt es mit.

Auf Initiative von Susanne Kuppler verleiht die Stadt Rotenburg in diesem Jahr zum dritten Mal schon den „Ehrenpreis“ an genau solche Zeitgenossen, um ihr vorbildliches und selbstloses Engagement zu würdigen, ihnen zu danken und um zu zeigen, wie wertvoll ehrenamtliche Leistung im Stillen sein kann. Bis zum 27. März haben Rotenburger die Möglichkeit, Vorschläge bei der Stadt einzureichen. Die Preisvergabe ist für den 23. Mai im Ratssaal vorgesehen. Doch jetzt geht es erst einmal darum, die Idee für diese besondere Auszeichnung in die Öffentlichkeit zu tragen. Helfen wollen dabei die Mitglieder des Ehrenpreis-Gremiums, das am Ende auch über die Preisträger entscheiden darf.

Bis zu sechs Preisträger

Diesem Gremium gehören zehn Mitglieder an, die aus ganz unterschiedlichen Einrichtungen, Betrieben oder auch Vereinen stammen. Neben Susanne Kuppler und Bürgermeister Andreas Weber (SPD) sitzen Helga Boisch vom Hospizverein Rotenburg, Hero Feenders von der Rotenburger Tafel, der Rotenburger Polizei-Kontaktbeamte Fred Krüger, Hansjörg Eggers von der Bremischen Volksbank, Eckhard Lang vom Diakonischen Werk, Katharina Engelhardt von den Berufsbildenden Schulen, Oliver Hartjen von den Rotenburger Lions sowie der Rotenburger Straßensozialarbeiter Eduard Hermann mit am Tisch. Bislang ist es dem Team in wechselnder Besetzung immer gelungen, für rund 30 Vorschläge zu sorgen. Aber: Nicht alle erfüllten auch die wesentlichen Kriterien für den Ehrenpreis.

Ehren will die Stadt nämlich Menschen, die nicht an vorderster Stelle in einem Verein oder in einer Einrichtung positioniert sind, sondern sich unabhängig von organisierten Strukturen um andere Menschen kümmern. Ganz bewusst sollen die Rotenburger bei der Wahl ihrer Vorschläge junge Menschen ebenfalls mit im Blick haben, auch wenn diese noch kein langjähriges Engagement vorweisen können. Insgesamt soll es bis zu sechs Preisträger geben, die im Mai eine Glas-Trophäe mit Gravur sowie ein gemeinsames Abendessen mit allen Gewinnern und Laudatoren sowie Bürgermeister Weber im Wachtelhof erhalten werden. Als Dankeschön und Anerkennung für ihre Leistungen.

Vorschläge nimmt das Gremium gerne an

Dieses Treffen zum Abschluss allein sorge immer wieder für Gänsehaut-Momente, sagt Susanne Kuppler. Denn diese Menschen seien meist sehr zurückhaltend und angesichts der Ehrung fast ein wenig beschämt. Sie agieren schließlich im Hintergrund und entscheiden sich in der Regel auch ganz bewusst für diesen Weg.

Wer einen Vorschlag machen möchte, findet den Meldebogen an vielen Auslagestellen in der Stadt, aber auch auf der Internetseite der Stadt Rotenburg, erklärt das Gremium in einem Gespräch mit der Presse.

www.rotenburg-wuemme.de

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