Es geht doch weiter

Landkreis setzt Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ fort

Eine Aufnahme mit Symbolcharakter: Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ verliert an Bedeutung. - Foto: Röhrs

Rotenburg - Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird fortgeführt. Das hat am Dienstag der Ausschuss für den Dorfwettbewerb des Kreistags entschieden. Die Verwaltung hatte, weil sich bislang für die Ausschreibung der 45. Auflage nur Bevern und Nieder Ochtenhausen beworben hatten, für eine einjährige Pause mit Streichung der Mittel aus dem Haushalt 2018 plädiert.

Doch die Politik kippte diesen Vorschlag bei einer Gegenstimme aus Reihen der CDU. Anfang Dezember sollen die Dörfer bereist werden. Dann werden es sogar drei Ortschaften sein, die sich dem Blick der Jury stellen. Nach Angaben von Michael Meyer von der Stabsstelle Kreisentwicklung hat sich kurz vor dem Ende der Bewerbungsfrist auch noch der Zevener Ortsteil Brümmerhof gemeldet. Einig waren sich Politik und Verwaltung allerdings, dass man mit drei Teilnehmern in einer „Talsohle“ angekommen ist, wie es Landrat Hermann Luttmann (CDU) formulierte. Während zum Beispiel im Nachbarkreis Verden noch sieben Ortschaften dabei sind, sinke die Bereitschaft hier seit Jahren kontinuierlich. 

Zu viel Aufwand, zu wenig anpackende Hände, zu hohe Kosten – so die Rückmeldungen, die die Ausschussmitglieder aus ihren Kommunen mitbrachten. Dabei „gewinnen die Dorfgemeinschaften durch den Wettbewerb“, wie es nicht nur Gerhard Oetjen (WFB) aus Hipstedt formulierte. Was fehle, sei schlichtweg die Bereitschaft der Bevölkerung in den sich wandelnden Ortschaften, aktiv zu werden. Ausschussvorsitzender Hartmut Leefers (CDU) auch mit Verweis auf den alten Wettbewerbsnamen „Unser Dorf soll schöner werden“: „Dabei geht es doch gar nicht darum, die Rasenkanten mit der Nagelschere zu schneiden und alle Zäune weiß zu streichen.“ 30.000 Euro sollen nach dem Votum des Ausschusses im Kreishaushalt 2018 für die Kosten und Preisgelder des Wettbewerbs bleiben. Dass es damit nicht getan ist, war gestern allen Anwesenden im kleinen Sitzungssaal des Rotenburger Kreishauses klar. Offensivere Werbung vor Ort, mehr Anreize, transparentere Kriterien – daran müsse man arbeiten, hieß es. 

mk

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