Landwirte fordern faire Bedingungen

Gegen die Subventionen

Rund 20 Landwirte haben sich auf dem Neuen Markt in Rotenburg eingefunden. Von dort aus sind sie zur CDU-Geschäftsstelle gegangen. Foto: Witte

Rotenburg – Rund 20 Landwirte aus dem Altkreis Rotenburg haben am Donnerstag in der Kreisstadt demonstriert. Ziel waren die Wahlkreisbüros der Bundes- und Landtagsabgeordneten. Die spontane Aktion haben die Landwirte als Reaktion auf die von der großen Koalition in Berlin beschlossene Milliardenhilfe anberaumt, die die Auswirkungen der verschärften Düngeverordnung abfedern soll. „Wir wollen die Milliarde nicht“, rief Landwirt Cord Meyer, der sich mit den anderen Landwirten vor der CDU-Geschäftsstelle in der Rotenburger Innenstadt eingefunden hatte. Diese Subventionen kämen den Landwirten vor wie Schweigegeld, ergänzte Mitstreiter Hennes Scheele. „Wir wollen faire Bedingungen“, forderte er stattdessen. Auch Kreislandwirt Jörn Ehlers teilte mit: „Fachliche Fehler, die in der Politik gemacht wurden, können nicht durch ein finanzielles Trostpflaster geheilt werden. Wenn wir das Geld annehmen, kommt es einem Schuldeingeständnis gleich. Das wollen wir nicht und haben wir nicht nötig!“

Die Altkreis-Landwirte hatten die Forderungen der Bauern-Initiative „Land schafft Verbindung“ in Papierform mitgebracht und sie den CDU-Politikern an die Tür der Geschäftsstelle geklebt, weil niemand vor Ort war. Die Initiative bewerte es zwar positiv, dass die „große Koalition nun erkennt, dass die Umsetzung der Düngeverordnung nicht ohne Unterstützung der Landwirte geht“. Diese Arte der Subvention sei aber der falsche Weg. In ihrer Mitteilung fordern die Landwirte unter anderem, dass die Messstellen überprüft werden. „Ziel muss eine repräsentative Abbildung der landwirtschaftlichen Einflüsse“ auf das Grundwasser sein, schreibt die Initiative.

Die BUND-Kreisgruppe Rotenburg lädt die Landwirte indes für Freitagabend zu einem Gespräch in den Rotenburger Ratssaal ein. Während Bauern gegen Auflagen protestieren, weisen Umweltschutzverbände auf das Ausmaß des Insektensterbens hin, erklärt der BUND-Vorsitzende Manfred Radtke in einer Pressemeldung. Dabei gebe es gegenseitige Vorwürfe, die in der Sache nicht weiterführten. Eine Wende gehe nur gemeinsam. Ab 19 Uhr könne über die Themen wie Düngeverordnung, Insektensterben und grüne Kreuze geredet werden.

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