Gefäßzentrum am Agaplesion Diakonieklinikum erhält Zertifikat

„Die Zusammenarbeit schätzen wir auch selbst“

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Rainer W. Werther (v.l.), Professor Thomas Vestring, Doktor Michael Feldmann und Christoph Weigle freuen sich über das Zertifikat für das Gefäßzentrum am Agaplesion Diakonieklinikum.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Im Agaplesion Diakonieklinikum in Rotenburg gibt es im Eingangsbereich auf der linken Seite eine Wand, an der die Zertifikate für jeden gut sichtbar gesammelt sind. Ein neues für das Gefäßzentrum hat sich nun dazu gesellt.

Qualität spielt am Diakonieklinikum schon länger eine Rolle, so Geschäftsführer Rainer W. Werther: „Viele Zentren bei uns sind schon zertifiziert. Wir freuen uns, dass das Gefäßzentrum nun dazukommt.“ Dieses Gütesiegel verleihen die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin und die Gesellschaft für medizinische Radiologie. Sie zeichnen damit die Arbeit von Doktor Michael Feldmann, Chefarzt der Gefäßchirurgie, sowie Professor Thomas Vestring, Chefarzt der Radiologie, und ihren Teams aus. „Das Zertifikat hilft uns zu gucken, wie gut wir im Vergleich zu anderen Zentren sind, aber auch zu sehen, ob wir uns im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben“, erklärt Christoph Weigle, Leiter der Abteilung Unternehmensentwicklung und Qualität am Diako. Das Zentrum arbeitet interdisziplinär – Feldmann und Vestring behandeln Patienten also zum Teil gemeinsam.

Vor etwa zwei Jahren hat alles angefangen: Damals haben die Mitarbeiter des Zentrums begonnen, die anonymisierten Patientendaten an die zwei Gesellschaften zu senden. Erforderlich ist der Nachweis einer bestimmten Fallzahl für die unterschiedlichen Krankheiten. Das Gefäßzentrum behandelt zum Beispiel Patienten mit einer Verengung der Halsschlagader, einer Erweiterung der Hauptschlagader oder Verschlüssen von Beingefäßen. Für das Diako war die Anzahl der Behandlungen kein Problem: „Bei den Bypässen am Bein ist eine Fallzahl von 30 erforderlich. Wir haben in einem Jahr 110 Patienten behandelt“, veranschaulicht Feldmann.

Der zweite Teil auf dem Weg zum Zertifikat beinhaltet, dass ein Radiologe und ein Gefäßchirurg, die extern tätig sind, sich vor Ort von der Arbeit des Zentrums überzeugen. „Die haben geschaut: Wie arbeiten die beiden Abteilungen Radiologie und Gefäßchirurgie zusammen?“, berichtet Weigle. Dazu haben sie sich zum Beispiel mit in eine Fallbesprechung gesetzt und im Anschluss Protokolle angeschaut. „Die externen Fachleute haben ein ganz gutes Gespür dafür, ob die Zusammenarbeit auch tatsächlich funktioniert“, so Weigle. Und die Zusammenarbeit zwischen den beiden bestehe nicht nur auf dem Papier, wie Feldmann betont: „Die schätzen wir auch selbst!“

Auch der Patient profitiere von der Auszeichnung. „Es ist ein Mehrwert, wenn man sich in einem zertifizierten Zentrum behandeln lässt“, so Weigle. Denn das bedeute, dass die Qualität überdurchschnittlich sei. Durch die Kooperation ließen sich die Kompetenzen besser bündeln und Schwachstellen verbessern. So könne dem Patienten das Verfahren angeboten werden, welches am vernünftigsten ist.

Alle drei Jahre steht nun die Rezertifizierung an.

Die Daten sind im Internet unter dem Punkt „Über uns“ nachzulesen.

www.diako-online.de

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