Neujahrsempfang von Stadt und RWF

Gästerekord im Rotenburger Buhrfeindsaal

Die Gastgeber des Neujahrsempfangs (v.l.): Andreas Weber, Detlef Brünger und Heiko Kehrstephan.

Rotenburg - Von Joris Ujen (Text) und Guido Menker (Fotos). Die Absage kam kurzfristig und war daher mit einer Entschuldigung verbunden: Lars Klingbeil, der neue Generalsekretär der SPD, konnte aus nachvollziehbaren Gründen nicht am Neujahrsempfang teilnehmen, zu dem die Stadt Rotenburg und das Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) für gestern Abend in den Buhrfeindsaal des Agaplesion Diakonieklinikums eingeladen hatten. Der Bundestagsabgeordnete hatte einen wichtigen Termin im Berliner Willy-Brandt-Haus. Es ging um die Organisation der anstehenden Koalitionsverhandlungen von SPD, CDU und CSU, erklärte Bürgermeister Andreas Weber (SPD) bei der Begrüßung der mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen, Kirche, Schule und Verwaltung.

Auch die beiden Landtagsabgeordneten Eike Holsten (CDU) und Jan-Christoph Oetjen (FDP) mussten passen. Sie müssen in Hannover sein – es ist Sitzungswoche des Niedersächsischen Landtages. Immerhin: So standen zumindest drei weitere Sitzplätze für die Gäste zur Verfügung. Die waren nämlich rar. Weber: „Leider können wir bei dieser weiter angewachsenen Menge an Gästen nicht jedem einen Sitzplatz anbieten, sodass einige mit einem Stehtisch vorliebnehmen müssen. Wir bitten da um Nachsicht. Andererseits ist es eine hohe Anerkennung für uns und unseren gemeinsamen Neujahrsempfang.“ Mehr als 300 Gäste – das ist Rekord, rund 40 mussten sich für die stehende Variante entscheiden.

Dirigentin Sandra Behrens und Philipp Lennartz (Wachtelhof).

Das galt auch für den Diako-Geschäftsführer Detlef Brünger – zumindest kurzweilig während seiner Rede, die mit knapp zehn Minuten recht sportlich ausfiel. Der Hausherr ließ die Zahlen aus 2017 für sich sprechen: „Wir haben rund 33 000 Patienten stationär und weitere 150 000 ambulant versorgt. Das ist nur möglich, durch die Fürsorge und das Engagement unserer 2 500 Mitarbeiter.“

Michael Schwekendiek (Cohn-Scheune) und Detlef Brünger.

Es folgte Musik. „Hero“ von Enrique Iglesias, gespielt vom Jungen Orchester Auenland aus Ahausen-Eversen. „Für dich haben sie ,Hero‘ gespielt für mich nicht“, witzelte der dritte und letzte Redner im Bunde, Heiko Kehrstephan. Der RWF-Chef fand wie seine Podiumskollegen nachdenkliche, aber auch erheiternde Worte: „2017 war eigentlich ein Jahr zum Vergessen – Trump und der kleine Mann aus Nordkorea.“

Viele Gruppen finden sich zusammen und verbringen gemeinsam den Abend im Buhrfeindsaal.

Er sei aber auch Optimist: „Homosexuelle dürfen jetzt auch Spießer werden, Frauen dürfen Fußballspiele verpfeifen, und es sind nur noch 1 014 Tage bis zu den nächsten US-Präsidentschaftswahlen.“ Das ist nur eine Auswahl an Gags, die Kehrstephan von sich gab. Einige Mägen grummelten schon, einer geforderten musikalischen Zugabe von ihm stimmten die Gäste aber dennoch mit Beifall zu, bevor es ans variantenreiche Büfett ging.

Kreis-Dezernent Torsten Lühring ist auch nicht allein.

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