„Rotenburgs Innenstadt blüht auf“: Optische Veränderungen

Frühjahrsputz für Rotenburg

Cornelia Mansfeld (l.) und ihre Kollegin hocken neben einem bepflanzten Korb.
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Frühlingsfrische Farben in der Innenstadt: Farbtupfer, die Atmosphäre schaffen, wünscht sich die Stadt. So wie der bepflanzte Korb vor Cornelia Mansfelds (l.) Buchladen an der Goethestraße, der eine Inspiration für die Idee war.

Rotenburg – Rotenburgs Innenstadt soll optisch schöner werden – das hat sich die Stadtverwaltung auf die Fahnen geschrieben und möchte viele Ideen in den kommenden Wochen umsetzen. Dazu steht sie mit der IG Citymarketing, dem Verein für Touristik und Stadtwerbung (VTS) und der Arbeitsgemeinschaft „Gutes für die Goethestraße“ (AGG) in engem Kontakt, teilt Bürgermeister Andreas Weber (SPD) während eines Pressegesprächs mit.

„Rotenburgs Innenstadt blüht auf“: Unter dem Motto steht die Aktion. Dazu sollen blühende Pflanzen zum Wohlgefühl an der Goethestraße als auch der Großen Straße beitragen. Die Finanzierung übernimmt die Stadt, die Bauhoftischler basteln bereits an den „überdimensionalen Blumentöpfen“, die saisonal bepflanzt werden. „Uns ist sehr daran gelegen, so den Besucherverkehr anzuschieben – natürlich derzeit noch mit angezogener Handbremse“, so Weber.

Außerdem sind die rot-weißen Flatterbänder von den Bänken verschwunden. Um dennoch Abstände sicherzustellen, sollen bis Ostern Pappfiguren auf einzelne Plätze gesetzt werden, hatte die IG Citymarketing vorgeschlagen. Wie diese aussehen, wollten Weber und Erste Stadträtin Bernadette Nadermann nicht verraten – er selbst werde aber nicht drauf sein, scherzt der Bürgermeister. Es würden Frauen-, Männer- und Kinderfiguren sein. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten werden ebenfalls geschaffen, heißt es.

Neue Beschilderung zu Parkmöglichkeiten

Einen kleinen Schönheitsmakel soll es bald nicht mehr geben: So stellen viele Geschäftsinhaber ihre Papiertonnen am Wochenende raus, da diese an der Großen Straße montags geleert werden. Die Stadt ist nun in Gesprächen mit der Abfallwirtschaft, ob man an der Tour schrauben könnte, sodass die Inhaber ihre Tonnen erst am Montagmorgen rausstellen könnten.

Die Ausschilderung zu den Parkplätzen im Zentrum werde ebenfalls in Angriff genommen. Diese soll vereinfacht werden und künftig Richtung „Zentrum Ost, Mitte oder West“ lotsen. „So können wir den Parksuchverkehr aus der Innenstadt heraushalten, und Auswärtige finden die Plätze leichter“, erhofft sich Weber. Was das Schaffen weiterer Parkmöglichkeiten angeht, verweist er auf das Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzept. Es gibt dazu die Idee, dass Kunden beim Einkauf ihre Parkgebühren und die Geschäfte wiederum das Geld von der Stadt zurückerhalten. Das soll unter anderem bei einem Runden Tisch besprochen werden, den die Stadt gemeinsam mit der IG, dem VTS und der AGG für den 17. März plant.

Für leer stehende Geschäftsräume gibt es in Teilen geplante Umbauten, wie das neue Stadtcafé im ehemaligen Arco-Gebäude. Im Karlstedt-Gebäude am Pferdemarkt gestaltet die Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke die Fenster. In dem Zuge könnten sich andere Hauseigentümer bei der Stadt melden, die leere Fenster gestaltet bekommen möchten. „So können wir Kunst an den Menschen bringen“, so Weber – denn der Werkstatt sind pandemiebedingt die Hände gebunden.

Hilfe für Einzelhändler

Um den Einzelhändlern unter die Arme zu greifen, hat sich die Stadt ebenfalls etwas überlegt. So wird sie zum einen von Läden, deren Vermieter sie ist, nur die Hälfte der Miete nehmen. Weber hofft, dass sich andere Vermieter anschließen. Außerdem verzichtet die Stadt im gesamten Jahr auf die Sondernutzungsgebühren, die zum Beispiel bei außerhalb der Geschäfte genutzten Flächen anfallen. „Das soll Anschub geben“, so Weber.

Das Bild der Innenstadt hat sich ohnehin wieder gewandelt. Mehr Menschen sind unterwegs, die Geschäfte dürfen öffnen unter Terminvergabe. Das führe positiv dazu, dass es keine größeren „Staus“ in der Innenstadt gibt, da sich die Kunden mit den Terminen gut verteilen. „Wir haben bisher positive Erfahrungen gesammelt“, zeigen sich Weber und Ordnungsamtsleiter Frank Rütter zufrieden. „Es ist eine große Erleichterung für den Einzelhandel“, sagt der Verwaltungschef.

Die Regeln diesbezüglich waren aber noch nicht allen klar, sodass Rütter noch einmal aufklärt: Es gibt aktuell zwar bei einer Inzidenz unter 50 keine Maskenpflicht mehr im Freien, in den Geschäften gilt diese natürlich weiterhin. Die Dokumentation der persönlichen Daten ist keine Pflicht, außer bei Dienstleistungen, bei denen Körperkontakt unvermeidbar ist, zum Beispiel bei Friseuren oder Änderungsschneidern. Das ist wichtig, um eventuelle Infektionsketten besser nachvollziehen zu können. Pro 40 Quadratmeter Geschäftsfläche dürfen Inhaber einen Kunden mit Begleitperson hineinlassen. Würde die Inzidenz auf mehr als 100 steigen, müsste der Landkreis Rotenburg „eine Rolle rückwärts machen“, wie Rütter es nennt, die Gefahr bestehe aber derzeit nicht.

Freies W-Lan

Wer unterwegs Informationen benötigt, kann das freie W-Lan in der Innenstadt nutzen. Das wird nun an den beiden bisher fehlenden Örtlichkeiten ebenfalls in Betrieb genommen, sodass es dann freies W-Lan durchgängig vom Neuen bis zum Pferdemarkt gibt, so Bernadette Nadermann. Auch der neue Facebook-Auftritt der Stadt könne so begutachtet werden.

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