Rotenburger Friedhöfe vorgestellt

„Friedhöfe sind grüne Oasen“

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Stephan Lohmann (r.) erklärt der Gruppe der Friedhofsverwalter die Gemeinschaftsgrabanlage „Rosengarten“.

Rotenburg/Waffensen - Von Farina Witte. Wie entwickelt sich die Bestattungskultur, und wie gestalten wir Friedhöfe in der Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Regionalverband Niedersachsen/Bremen der Friedhofsverwalter auf seiner zweitägigen Fachtagung, zu der er sich in diesem Jahr im Taranga in Waffensen trifft.

Die 40 Friedhofverwalter, darunter auch der Rotenburger Amtsleiter Stephan Lohmann, diskutieren dabei über aktuelle Themen wie zum Beispiel Naturschutz auf Friedhöfen.

Denn gerade Friedhöfe seien prädestiniert dafür. „Das sind grüne Oasen“, meint Lohmann. Vor allem im städtischen Raum haben Friedhöfe eine ökologische Bedeutung, so Verbandssprecher Michael Albrecht. Es sei ein sehr aktuelles Thema, das bei den Friedhofsverwaltern laut Albrecht mehr und mehr Beachtung findet. „Schon vor einiger Zeit gab es von der Landeskirche das Projekt ,Umweltmanagement‘“, erklärt der Verbandssprecher. 

Dies habe das Ziel verfolgt, freie Flächen auf Friedhöfen ökologisch wertvoll zu gestalten. Noch konkreter ist das Projekt „Ökologische Nische Friedhof“ des BUND, der Friedhöfe in Göttingen, Lüneburg, Hannover und Braunschweig bienenfreundlich gestaltet. „Dort werden gezielt für Bienen geeignete Pflanzen, wie Salbei oder Lavendel, gepflanzt“, erklärt Albrecht. Auf dem heutigen Tagungstag wird Jakob Grabow-Klucken das Projekt vor den Friedhofsverwaltern vorstellen.

Wieder mehr zum Natürlichen

Generell geht die Gestaltung der Friedhöfe wieder mehr zum Natürlichen, sagt Lohmann. „Das sieht man ja auch an den Friedwäldern, in denen sich viele bestatten lassen wollen“, schildert er. Die Entwicklung machen aber auch städtische Friedhöfe mit. Welche Projekte auf dem Waldfriedhof und dem Friedhof an der Lindenstraße in Rotenburg umgesetzt wurde, erklärte Lohmann gestern Nachmittag vor seinen 39 Kollegen. 

Zu den Besonderheiten gehören die beiden Gemeinschaftsgrabanlagen für Urnen im Waldfriedhof, der „Rosengarten“ und der „Rosengang“. Lohmann erklärte die Eckdaten und wies auch auf die Verbesserungen auf der neueren Anlage, dem „Rosengang“, hin. Dort werden die Namen der Verstorbenen so an die Stelen angebracht, dass die Grabstelle sich unmittelbar zuordnen lässt. Das wurde im „Rosengarten“ noch nicht so gelöst. 

Die Teilnehmer verglichen aber auch Details, wie die Gestaltung der Stelen, und fragten Preis und Größe für eine Grabstelle nach. „Da ist schon eine positive Entwicklung zu sehen“, meinte Andreas Sterneck, der Vorsitzende des Verbands über die Entwicklung der Rotenburger Friedhöfe. Die Besichtigung vor Ort gehört zu den Höhepunkten der Tagung, denn dort konnten sich die Friedhofverwalter viele Anregungen holen.

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