Freisprechung von 74 jungen Gesellen aus dem Handwerk in der Aula der Berufsbildenden Schulen Rotenburg

Der krönende Abschluss

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Friedrich Leefers (l.) und Hans-Dieter Henke (daneben) mit den Innungsbesten unter den frischgebackenen Gesellen.

Rotenburg - Ein dem Anlass entsprechend feierliches Ambiente hat die jungen Handwerksgesellen erwartet, die am Donnerstagabend in der Aula der Berufsbildenden Schulen (BBS) Rotenburg freigesprochen wurden. Und: Mit Florian von Fintel befand sich sogar ein Bundessieger in ihren Reihen. Wie sehr eine ansprechende musikalische Untermalung die Feierlichkeit einer Veranstaltung hervorheben kann, stellte der Waffensener Pianist Jannis Holsten bei der Freisprechung der Handwerksgesellen eindrucksvoll unter Beweis.

74 jungen Gesellen wurde diese Ehre zuteil, und die meisten von ihnen waren auch anwesend. Sehr zur Freude von Ernst-Ulrich Pfeifer, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rotenburg: „So ein Abend ist doch der krönende Abschluss der Ausbildungszeit und bleibt sicher für immer in Erinnerung, da wäre es doch schade, wenn man das verpasst“, sagte er vor Beginn der Veranstaltung.

Pünktlich um 19 Uhr marschierten die frisch gebackenen Gesellen ein, und Kreishandwerksmeister Friedrich Leefers begrüßte alle Anwesenden, bevor er das Wort an die ehemaligen Auszubildenden richtete. Zunächst noch ohne eingeschaltetes Mikrofon, was aber bei seiner kräftigen Stimme nicht zu sehr ins Gewicht fiel. Leefers sprach den Junggesellen seine Anerkennung aus, denn die Anforderungen seien gestiegen und das Bestehen einer solchen Prüfung daher ein hartes Stück Arbeit. „Doch mit dem Erlernten können Sie sich nicht zur Ruhe setzen, sondern müssen immer die Zukunft im Auge behalten und sich eigenständig weiterbilden, dann sind Sie immer up to date“, fügte er noch hinzu.

Als nächster Redner machte der Abteilungsleiter für technische Berufe an den BBS, Jürgen Ahlden, aus seiner Bewunderung für das Handwerk keinen Hehl: „Es ist eine großartige Leistung, ein schönes Gebäude zu erstellen oder beispielsweise ein modernes Fahrzeug reparieren zu können.“ Ein Ansehen, das allerdings nicht überall in der Bevölkerung vorhanden sei, wie er feststellte. Seine Gefühlslage darüber umschrieb er mit einem Zitat von Henrik Ipsen: „Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die Wenigsten.“ Daher gab er den Prüflingen noch auf den Weg, dass sie die Visitenkarte ihrer Unternehmen seien und durch ihr Auftreten und handwerkliches Können sehr zur Außendarstellung des Berufes beitragen könnten. „Und für die Zukunft: Bleiben Sie interessiert und verharren Sie nicht so schnell an Bewährtem“, sagte er abschließend.

Der Gedanke an die Zukunft bewegte auch Rotenburgs zweite stellvertretende Bürgermeisterin Hedda Braunsburger: „Die Zeiten sind schnelllebig, und Sie werden sich immer daran anpassen müssen, aber in Ihren Gehirnen sind noch genügend Kapazitäten frei.“

Bevor nun die ersehnten Gesellenbriefe von Ernst-Ulrich Pfeifer vergeben wurden, erhoben sich alle frisch gebackenen Gesellen, um von Kreislehrlingswart Hans-Dieter Henke freigesprochen zu werden. Besondere Ehrung erfuhren zusätzlich noch die Innungs-besten und die Kammersieger im Leistungswettbewerb. Daraus stachen Dennis Hoops als dritter Landessieger und Florian von Fintel, der neben dem ersten Landessieger auch den Titel des Bundessiegers erworben hatte, hervor. Bei den Innungsbesten waren Niklas-Torven Tietge und Jannis Schlake das Maß der Dinge. Sie hatten sowohl die praktische als auch die theoretische Prüfung mit der Note 1 abgeschlossen. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Friedrich Leefers ausdrücklich den BBS für die immer wieder gute Zusammenarbeit und lud alle Anwesenden zu einem Umtrunk ein.

dau

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