Rotenburger Verwaltungsausschuss beschließt Reihenbebauung mit zwölf Wohneinheiten

Weg frei für das Wohnprojekt „55+“

Zwölf Wohneinheiten umfasst die Reihenbebauung an der Celler Straße künftig. GRAFIK: Werner Holzer

Rotenburg – Das Projekt „Mietwohnungen für die Gruppe 55+“ im Neubaugebiet an der Brockeler Straße in Rotenburg nimmt Form an. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Rotenburg hat dazu einstimmig seine Zustimmung gegeben, berichtet Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

Im Baugebiet Brockeler Straße II entstehen 80 Einfamilien- sowie vier Mehrfamilienhäuser nebst Kindertagesstätte. Für sechs der noch freien Grundstücke hatte sich ein Investor an die Stadt gewandt und erklärt, diese mit Mietwohnungen bebauen zu wollen. Das würde bedeuten, dass dort zusätzliche Möglichkeiten entstehen – Angebote in unterschiedlichen Größen. Da die bisherigen Verkaufsbedingungen eine solche Variante allerdings nicht zuließen, mussten Rat und Verwaltungsausschuss den Weg frei machen. Bisher war die Bedingung, dass die Bauherren dort selber wohnen müssen für mindestens zehn Jahre. Plus: Wer in den vergangenen 15 Jahren bereits ein Grundstück von der Stadt erworben hat, erhält keinen Zuschlag. „Wir haben also die sechs Grundstücke zusammengeführt zu einem, und dort soll nun eine Wohnanlage errichtet werden“, erklärt Weber. Ziel sei es, dass Wohnungen entstehen, die sich jeder leisten kann, auch die „mit kleineren Renten“, ergänzt Bauamtsleiter Clemens Bumann. Nach einer entsprechenden Ausschreibung hatten sich drei Bewerber mit ihren Konzepten den Ausschussmitgliedern vorgestellt.

Das Mietmodell „Twelfhusen – Reihenhäuser am Celler Weg“, entworfen vom Rotenburger Architekten Werner Holzer, für das der Ausschuss gestimmt hat, sieht eine Bebauung mit insgesamt zwölf Wohneinheiten in zwei Reihen vor. Dort entstehen vier Wohnungen mit je 81 Quadratmetern, vier mit je 63 und vier mit je 35 Quadratmetern – also Drei-, Zwei- und Ein-Zimmer-Wohnungen. In der Mitte zwischen den Gebäuden liegt eine Gemeinschaftsfläche. Das war ausschlaggebend für die Entscheidung, wirft Bumann ein. „Dort können sich die Anwohner treffen.“ Zugleich hat aber jede Einheit noch ihre eigene Gartenfläche beziehungsweise eine Dachterrasse. Die Wohnungen sind durch eigene Eingänge als selbstständige Einheiten geplant, werden aber durch den autofreien Innenhof, der als Begegnungsraum gedacht ist, zu einer Wohngemeinschaft zusammengebunden, heißt es in einem entsprechenden Entwurf des Architekten. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei.

An den Grundstücksverkauf ist die Bedingung geknüpft, dass das präsentierte Projekt dort auch realisiert wird. „Die Nachbarn brauchen keine Angst haben, dass dort etwas komplett anderes hinkommt“, sagt Bumann. Die Gebäude würden sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Ihre Eigenständigkeit bleibe durch einen Wechsel von Sattel- und Gründächern sowie Materialwechsel in der Fassadengestaltung gewahrt, so Holzer.

„Nachdem wir an der Rodau bereits so ein Wohnprojekt realisiert haben, sind wir froh, das an der Brockeler Straße ebenfalls machen zu können“, erklärt Verwaltungschef Weber. „Das gibt Rotenburg noch mehr Wohnungsvielfalt.“  acb

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