„WCS Hühner“ holen „Ladys-Cup“

Frauenpower beim Bierkistenquerstapeln 

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Auch der „Ladys-Cup“ging nach Scheeßel. Die Partnerinnen der Männer vom Werkstattclub zeigten ihre Stärke an den Kästen.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die fünfte Deutsche Meisterschaft im Bierkistenquerstapeln in Rotenburg ist wieder das erwartete Spektakel geworden. Auf dem Neuen Markt in der Kreisstadt zeigten am Sonntagnachmittag allein drei Damenmannschaften und zwei Mixed-Teams, dass das Hantieren mit Bierkästen keine reine Männersache ist. Zwar haben die Herren vom Werkstattclub Scheeßel (WCS) mit 58 Kästen sich erneut die Meisterschaft gesichert. Die „wahren“ Sieger aber waren ihre Partnerinnen, die sich den Titel bei den Damen als Team „WCS Hühner“ mit 35 quergestapelten Bierkisten holten und nicht zu vergessen die „Power Girls“ aus Bothel, die Zweite wurden.

Viele Hundert Zuschauer haben es sich am Samstagnachmittag trotz der hochsommerlichen Temperaturen nicht nehmen lassen, dieses Spektakel mit den leeren Bierkästen mitzuerleben. Sie wurden nicht enttäuscht. Viele Mannschaften hatten sich für den spannenden und sehr schweißtreibenden Wettbewerb angemeldet. Die Popularität hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen und dementsprechend groß war auch das Medieninteresse von Fernsehen, Funk und Printpresse. Mistbock Hans-Jörg Specht erklärte zu Beginn die Regeln: „Die Bierkistenkette wird so gedreht, dass sie sich Kiste für Kiste ineinander verhakt. Dann muss das Konstrukt mindestens fünf Sekunden gehalten werden, ohne dass die Kisten fallen. Im Team können bis zu fünf Personen mitmachen.“

Die starken Männer vom Werkstattclub Scheeßel holten sich erneut die Meisterschaft, blieben aber zwei Kisten unter ihrem eigenen Weltrekord. Es wurde in Rotenburg gemunkelt, dass im nächsten Jahr die Männer „Workout-Club“ einsteigen wollen.

Die Titelverteidiger wollten die Spannung wohl etwas steigern, denn anders ließ sich das Desaster bereits nach 40 Kästen nicht erklären. „Wir wollten uns nur für den angestrebten Weltrekord warm machen“, sagte der Team-Chef Matthias Rathjen augenzwinkernd nach dem Fehlversuch, der aber reichte, um das Team der Mistböcke (38 Kisten) auf Distanz zu halten.

Applaus gab es vom Publikum, als die „starken Damen“ vom Team Power-Frauen aus Bothel in die Wettkampfarena traten. Die Verwaltungsangestellten erhielten sofort die Sympathie des Publikums. „Wir haben nicht einmal geübt“, erzählte Sonja Reimann, die während des Versuchs die Kommandos an die fünf Mannschaftsmitglieder gab. War es die Kraft, dass Geschick oder die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, die den jungen Damen Flügel verlieh. Sie schafften niemals erwartete 31 Bierkästen. „Eine unglaublich gute Leistung“, kommentierte der Präsident der Mistböcke, Heinz Gehnke diese eindrucksvolle Vorstellung weiblicher Stärke. Hatte er doch mit seinem Team nur sieben Kisten mehr geschafft. Die Freiwillige Feuerwehr aus Vierden hatte etwas Pech. Die Fünf fingen sehr gut an, aber nach der 46. Kiste war dann doch Schluss.

Meisterschaft im Bierkistenquerstapeln in Rotenburg

Dann kamen die Partnerinnen der Männer vom Werkstattclub zum Zuge. Sie waren einheitlich in rosa Polo-Shirts mit der Aufschrift WCS Fanklub bekleidet. Sie verbreiteten Zuversicht, obwohl ihnen die Damen der Botheler Verwaltung mit 31 Kisten ein schwieriges Ziel gesetzt hatten. Ihr Optimismus zahlte sich aus und sie schafften 35 Kästen und holten den „Ladys-Cup“. Viel Applaus erhielt auch das Team mit einer Wein-, Heide- und Erntekönigin, das durch zwei Damen verstärkt 27 Kästen aneinanderreihten. Die Meister erhielten Geldprämien. Sieger aber war der Verein Kinderhilfe Kenia. Die Gewinner spendeten spontan 400 Euro vom Preisgeld.

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