Fraktions-Vorsitzender Klaus Rinck hält an Realschule als Standort fest

IGS-Planung: CDU fordert transparente Alternativen

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Ein Blick in den Neubau für die Jahrgangsstufen fünf und sechs der IGS Rotenburg. Zurzeit beschäftigt sich die Stadt mit der Frage, wo und wie die weiteren Jahrgänge untergebracht werden sollen und können. Eine Machbarkeitsstudie ist in Arbeit.

Rotenburg - „Der Stadtrat braucht weitreichendere Alternativen, um über die räumliche Unterbringung der IGS-Jahrgänge 7 bis 10 zu entscheiden. Auf der bisherigen Planungsgrundlage drohen die Kosten womöglich unüberschaubar hoch zu werden“, begründet der CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzende Klaus Rinck einen Antrag seiner Fraktion an den Rotenburger Stadtrat. Die IGS ist in diesem Schuljahr mit dem fünften Jahrgang gestartet.

Mitte Februar hat der Verwaltungsausschuss eine Machbarkeitsstudie an ein Architekturbüro in Auftrag gegeben, um Planungsvarianten der weiteren Entwicklung der IGS zu prüfen und die dabei zu erwartenden Kosten zu ermitteln. Nur: Alleinige Planungsgrundlage für die Architektin sei bislang das Raumkonzept der IGS-Planungsgruppe beziehungsweise das am 15. April beschlossene Raumkonzept des IGS-Schulvorstandes, schreibt die CDU. „Dieses Konzept enthält sehr viele und vor allem auch große Schulräume, die so weder auf dem Gelände der THS noch in der Realschule vorhanden sind“, erläutert Fraktionsvorsitzender Klaus Rinck. „Wenn die Machbarkeitsstudie sich einseitig hieran orientiert, werden die Planungen von Anfang an nur in eine Richtung gedrängt.“ Die CDU-Fraktion habe deshalb nach gründlicher Recherche, Besichtigung der für eine Unterbringung in Frage kommenden Schulbauten, Prüfung des Raumkonzeptes des IGS-Schulvorstandes und Gespräch mit der IGS-Schulleitung einen Vorschlag zur Unterbringung der IGS entwickelt. Danach stehe für den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Eike Holsten fest: „Einige der im Konzept genannten Anliegen, wie etwa das nach einer besseren räumlichen Unterbringung der Mensa, finden unsere volle Zustimmung, andere sind aus Sicht des Schulvorstandes wünschenswert, wahrscheinlich aber finanziell nicht leistbar.“ Der Vorschlag der CDU sehe vor, dass die fünften bis siebten Jahrgangsstufen auf dem Gelände der ehemaligen Theodor-Heuss-Schule, der achte bis zehnte Jahrgang hingegen in der Realschule untergebracht werden. „So war es von Anfang an geplant, und dabei sollte es aus Gründen wirtschaftlicher Vernunft auch bleiben“, merkt Rinck dazu an. „Aufgrund der Unterbringung von nur drei Jahrgängen werden in der Realschule einige Räume frei, die mit vertretbarem Aufwand in eine Mensa und einen Gemeinschaftsraum umgebaut werden können.“ Außerdem soll nach den Vorstellungen der CDU-Fraktion die Turnhalle der Realschule durch Beseitigung einiger Mängel ertüchtigt werden. Auf eine Erweiterung der Klassenräume der Jahrgangsstufe acht bis zehn, die jeweils 62 bis 67 Quadratmeter groß seien, wolle die CDU dagegen aus Kostengründen verzichten.

Auf dem Gelände der Theodor-Heuss-Schule befindet sich der sogenannte B- und C-Trakt bereits im Umbau. Die Kosten: 3,5 Millionen Euro zuzüglich 500000 Euro für Ausstattung und Einrichtung. In den so geschaffenen neuen Räumen finden aber nur die Jahrgangsstufe fünf und sechs Platz, die Unterbringung der Siebtklässler ist noch nicht geklärt. „Für die siebte Jahrgangsstufe stellen wir uns eine Nutzung des D-Traktes vor“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Oliver Credo. „Nach unserer Einschätzung können die sechs Klassenräume des D-Traktes mit überschaubarem baulichem Aufwand von jeweils 60 auf rund 75 Quadratmeter vergrößert werden. Das würde die CDU-Fraktion auch unterstützen, damit die drei unteren Jahrgänge auf dem THS-Gelände einheitliche räumliche Bedingungen haben.“ Die CDU habe nun im Rat beantragt, auch ihre Planungen in der Machbarkeitsstudie zu berücksichtigen. „Wir wollen, dass die Kosten beider Konzepte einander transparent und nachvollziehbar gegenübergestellt werden.“ Nur so sei sichergestellt, dass die Ratsmitglieder bei ihrer Entscheidung eine echte Wahl hätten, betont Credo.

Bürgermeister Andreas Weber (SPD) bezeichnet es als sehr positiv, wenn sich die Fraktionen intensiv Gedanken zur weiteren Entwicklung der IGS machen. Er halte es allerdings nicht für richtig, zum jetzigen Zeitpunkt die Grundlage für die zurzeit schon in Arbeit befindliche Machbarkeitsstudie zu verändern. Es sei richtig, diese auf Grundlage des pädagogischen Konzeptes vorzunehmen. Weber: „Wir wollen das Ergebnis erst einmal abwarten, danach können wir dann darüber sprechen was auch finanziell machbar ist.“ Dem Ergebnis vorzugreifen, wie es Klaus Rinck macht, hält er für falsch: „Dann hätten wir ja die Machbarkeitsstudie gar nicht in Auftrag geben müssen.“

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