Forstamt Rotenburg startet mit Ausdünnung / Information der Bürger vor Ort

Holzernte im Ahewald

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Der Harvester ist für zwei Wochen in der Ahe im Einsatz.

Rotenburg - Langsam bewegt sich der Achtrad-Harvester-Ponsse-Ergo in die Waldschneise hinein. Der Fahrer des riesigen Gerätes zum Fällen von Bäumen auch in unwegsamem Gelände, Norbert Küwen, steuert die Maschine mit einem Joy-Stick. Ein Lenkrad gibt es nicht. Er findet den rot markierten Baum und setzt das am Hebearm befestigte „Erntegerät“ über die Fernbedienung an. Innerhalb von Sekunden ist der Baum gefällt, von Ästen befreit und auf Länge gesägt. Die Holzfällarbeiten im Ahe-Wald haben begonnen.

Der zuständige Revierleiter vom Forstamt Rotenburg, Andreas Junge, beobachtet mit einigen Bürgen die Arbeiten in „seinem“ Wald. Er ist verantwortlich für den Bereich von der südlichen Ahe bis Visselhövede. Ein großes Betätigungsfeld, das er mit drei Forstwirten managed. „Früher wurden solche Arbeiten manuell ausgeführt. Die Zeiten sind aber vorbei. Aus Kosten- und Zeitersparnis“, erklärte Junge den Bürgern, die sich auf Einladung des Forstamtes über die Baumfällaktion informierten.

So erfuhren sie, das eine Firma aus dem Emsland die Arbeiten ausführt, mit der der Revierleiter in 20-jähriger Zusammenarbeit nur beste Erfahrungen gemacht habe. „Die Mitarbeiter der Firma haben mein volles Vertrauen und sind zuverlässig“, betont er. Die Arbeiten seien nicht ungefährlich, hohes Verantwortungsbewusstsein sei gefordert.

So frisst sich das gigantische Gerät durch die markierten Schneisen an die markierten Bäume heran und „erntet“ Douglastannen, Fichten und Kiefern. „Die Maschine fährt an den Baum heran, packt den ihn, schneidet ihn ab, dreht ihn in die Waagerechte und entfernt das Astwerk“, erklärt Junge. Als Gegengewicht zum Baum seien die acht riesigen Reifen des Harvesters mit Wasser gefüllt.

„Jeder Wald, der von Menschenhand gepflanzt worden ist, muss auch von Menschen gepflegt werden. Sonst würde irgendwann ein Urwald entstehen“, so der Forstmann. Dazu gehöre auch das Ausdünnen des Waldes. Das Waldgebiet der südlichen Ahe sei nicht allein Naherholungsgebiet sondern diene auch als Produktionsfläche für Holz. Jeder Mensch verbrauche pro Jahr rund einen Güterwaggon voll Holz. Er bittet um Verständnis, dass die Bürger in ihrem Erholungswert für rund zwei Wochen eingeschränkt sein werden.

go

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