Die „Fogelvreien“ veranstalten mittelalterliches Spektakel

„Auch in den Herzen angekommen“

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Eine mystische Fee schwebt mit Beginn der Dämmerung durch das Lager am Heimathausgelände.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Das Pfingswochenende in Rotenburg hat wieder einmal ganz im Zeichen der „Fogelvreien“ gestanden. Der mittelalterliche Tross machte bereits zum neunten Mal Halt auf dem Heimathausgelände. Tausende Besucher unternahmen an drei Tagen lebendigen Geschichtsunterricht rund um das Leben und die Mythen des 12. bis 15. Jahrhunderts. „Die große Anzahl der Gäste ist der Beweis, dass wir in den Herzen der Rotenburger und umzu angekommen sind“, freut sich der Johannes Faget, der das Spektakel organisiert.

„Der Besucherandrang hat in diesem Jahr alle unsere Erwartungen weit übertroffen“, zog der Chef der „Fogelvreien“ gestern im Gespräch mit der Kreiszeitung ein erstes Resümee vom mittelalterlichen Spektakel in Rotenburg.

„Wir sind nun endgültig in den Herzen der Menschen aus Rotenburg den benachbarten Gemeinde angekommen“, freut sich Faget über die große Resonanz. Er habe immer großen Wert auf Qualität gelegt und die habe sich letztendlich bei den Besuchern durchgesetzt. „Unsere Umfragen auf dem Gelände haben ergeben, dass viele Rotenburger uns jedes Jahr besuchen.“ Die Mund-zu-Mund-Empfehlungen hätten nun Früchte getragen. „Wir haben in Rotenburg immer das Gefühl, nach Haus zu kommen. Das hat sich am Pfingstsonntag bei der Eröffnung des Spektakels erneut gezeigt“, so Faget. Er hob die hervorragende Zusammenarbeit mit den Offiziellen der Stadt hervor.

Die große Akzeptanz der Bevölkerung liege vielleicht auch daran, dass das geschichtsträchtige Heimathaus direkt in der Nähe sei. „Hier passiert Geschichte und das scheint sich im Bewusstsein der Menschen etabliert zu haben. Plötzlich sind auch wir dann im Fokus der Bevölkerung“, sucht Faget neben der Qualität einen weiteren Grund für den großen Erfolg.

"Fogelvreien" machen Halt in Rotenburg - Teil II

Irgendwie sei es auch eine Win-Win-Situation für die „Fogelvreien“ und für die Stadt. „Denn unser Aufenthalt zieht auch viele Besucher aus der Region nach Rotenburg. Wir bewerben die Kreisstadt zum Beispiel auch, wenn wir in Bremen an der Schlachte gastieren“, so Faget. „Wir haben hier, so glaube ich ganz fest, endgültig den Durchbruch geschafft.“

In diesem Jahr seien deutlich mehr Kinder zum Spektakel gekommen. Das habe sicherlich damit zu tun, dass das Angebot für die jüngeren Besucher attraktiver und kreativer gestaltet worden sei. „Bei unserem Projekt ist die gesamte Familie angesprochen und das macht den Reiz des Spektakels aus“, erklärt Faget. Eine Attraktion für die Kinder sei sicherlich das Kreieren von Bildern mit brennenden Kerzen nach Eintreten der Dämmerung gewesen. Die Erwachsenen seien lange stehen geblieben, um den jungen Künstlern bei der Arbeit zuzusehen und die Werke anschließend zu bestaunen.

An alle drei Tagen waren die Besucher voll des Lobes über den Aufenthalt der „Fogelvreien“ mit dem Heerlager, den Marktleuten, Rittern und Gauklern sowie den mystischen Wesen, die über das Gelände huschten: „Es ist einfach ein tolle Atmosphäre“, so eine Besucherin, die aber auch die besonderen Speisen lobte.

"Fogelvreien" machen Halt in Rotenburg

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