„Zero“-Ökofonds der Stadtwerke hilft dem Umweltbildungszentrum

Förderung mit klarem Auftrag

Anja Schulenberg und Reinhard David helfen den Kindern beim Pflanzen von vier unterschiedlichen Apfelbäumen auf einer Streuobstwiese am Flugplatz. Die Stadtwerke fördern das Bienenprojekt des Umweltbildungszentrums. Foto: Menker

Rotenburg - Von Guido Menker. Das Bienenprojekt des Rotenburger Umweltbildungszentrums für und mit vier Grundschulen aus Rotenburg und Scheeßel „läuft super“, sagt Anja Schulenberg. Unter dem Titel „Summ, summ, summ – den wilden und zahmen Bienen auf der Spur“ fehlen allerdings immer wieder Förderer, die finanziell mit in das auf zunächst drei Jahre angelegte Projekt einsteigen.

Eine der Hauptgeldgeberinnen ist die „Bingo“-Umweltstiftung. Weil das alleine allerdings nicht reicht, hat sich die Leiterin des Umweltbildungszentrums unter dem Dach der Biologischen Schutzgemeinschaft Wümmeniederung (BSW) jetzt an die Stadtwerke Rotenburg (SR) gewandt – und die lassen über ihren „Zero“-Ökofonds 2 500 Euro springen, allerdings unter der Bedingung, dass von den Projektteilnehmern vier Obstbäume auf einer Streuobstwiese am Rotenburger Flugplatz gepflanzt werden.

Da lassen sich die Macher des Projektes sowie eine Reihe von Kindern der Montessori-Schule nicht zwei Mal bitten. Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und Spaten, haben sie sich auf den Weg gemacht, um eben diese Bedingung zu erfüllen. SR-Chef Reinhard David und sein Kollege Hans-Joachim Boschen kamen dazu und überzeugten sich von der Eigenleistung der Projektteilnehmer auf einer Streuobstwiese der SR gleich hinter dem „Haus am Luhner Forst“. Vier Apfelbäume bereichern jetzt die Streuobstwiese.

Neben der Schule am Grafel, der Kantor-Helmke-Schule sowie der Montessori-Schule aus Rotenburg ist auch die Grundschule Scheeßel in diesem Projekt mit von der Partie. Seit einem Jahr läuft es, zwei weitere Jahre folgen noch. Jeweils die zweiten Klassen der teilnehmenden Schulen bekommen einen Imkerkurs bei Niels Kruse. „Dabei geht es vor allem um die Einführung in das Leben der Bienen“, sagt er. Das soll auch helfen, den Kindern die Angst vor den Bienen zu nehmen. Es gehe aber nicht nur um die Honig-, sondern auch um die Wildbienen, unterstreicht Anja Schulenberg. Sie verbindet mit dem Projekt zudem eine Vision. Ziel sei es, an den teilnehmenden Schulen eigene Bienenvölker anzusiedeln. Dort könnten sich dann Arbeitsgemeinschaften bilden, die sich intensiver mit dem Thema befassen. Das ist an der Kantor-Helmke-Schule in Rotenburg allerdings aus Platzgründen nicht möglich, dort sei daher vorgesehen, eine Blumenwiese anzulegen, um den Wildbienen eine zusätzliche Nahrungsgrundlage anzubieten. „Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass wir mit diesem Projekt überall so offene Türen einrennen“, freut sich Schulenberg. Und genau das gilt auch für die Stadtwerke Rotenburg. „Naturschutz und Bildung sind eine Super-Kombination“, sagt Reinhard David. Was Besseres könne es doch kaum geben. Seit einem Jahr gebe es den sogenannten „Zero“-Ökofonds der Stadtwerke, aus dem für entsprechende Projekte Gelder fließen können. Gemeinnützige Institutionen und Vereine können sich bewerben. Die Resonanz auf dieses Angebot hält sich allerdings noch in Grenzen. Hans-Joachim Boschen: „Es gibt bislang überschaubar viele Anträge.“ Soll heißen: Wer in Sachen Umwelt- und Naturschutz unterwegs ist, dürfe sich gerne bewerben – die Entscheidung sei von Fall zu Fall zu klären. Im Wesentlichen, so Boschen, solle es darum gehen, den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. 20 000 Euro gebe der Ökofonds pro Jahr her.

Den Kindern, die im Bienenprojekt mit von der Partie sind, ist das alles egal. Sie haben Spaß daran und freuen sich auf die Treffen. Sechs davon gibt es zum Thema Honigbiene, zwei befassen sich mit der Wildbiene. Das Schöne an diesem Projekt: Aus jeder Gruppe werden Teamer herausgesucht, die im nächsten Jahr dann dabei sind und die neuen Zweitklässler dabei begleiten.

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