Bürgermeister Andreas Weber (SPD) fordert auch künftig weitere Kontrollen auf dem Gelände

Förderplatz Bötersen Z5a ist Geschichte

Die Rekultivierung des Förderplatzes ist abgeschlossen.

Rotenburg - Die DEA Deutsche Erdoel AG hat den ehemaligen Betriebsplatz der Erdgas-Förderbohrung „Bötersen Z5a“ sowie dessen Zuwegung komplett zurück gebaut und das Gelände vollständig rekultiviert.

Das teilt das Unternehmen in einem Schreiben an die Presse mit. Mittlerweile sei dort auch eine neue Mutterboden-Deckschicht aufgebracht worden. Und wenn in wenigen Wochen der ursprüngliche Zustand des Areals als Wiese beziehungsweise Weide wieder hergestellt ist, werde DEA die insgesamt mehr als 25.000 Quadratmeter große Fläche an den Eigentümer zurückgeben, heißt es weiter.

Der Betriebsplatz der Anlage „Bötersen Z5a“ befand sich seit 1991 abseits der Bundesstraße 75 nordwestlich von Rotenburg in Sichtweite des Gewerbegebietes „Hohenesch-Süd“. Die Bohrung, aus der bereits seit gut 20 Jahren kein Erdgas mehr gefördert wurde, sei bereits im Spätsommer 2014 endgültig mit Spezialzement verfüllt worden. Damals seien auch die Stahlrohre der Bohrung im Untergrund geschnitten und herausgezogen worden.

„Alle Rückbauarbeiten hatte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie im Vorfeld der Arbeiten per Sonderbetriebsplan genehmigt“, schreibt das Unternehmen. Bei den Rückbau-Arbeiten, mit denen im vergangenen November begonnenen worden sei, hätten die von der DEA beauftragten Firmen unter anderem alle Asphalt-, Schotter- und Betonflächen aufgenommen, Beton-Fundamente, -Schächte und -Becken seien abgebrochen sowie die auf und unter dem Platz verlegten Leitungen entfernt worden. Sämtliche dabei anfallenden Materialien habe man fachgerecht entsorgt. Die obertägigen Anlagen zur Erdgas-Aufbereitung auf dem Platz habe DEA bereits vor einigen Jahren vollständig abgebaut.

Vor, während und nach den aktuellen Rückbauarbeiten habe ein öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter unter anderem vom aufgenommenen Beton und vom Erdreich unter sowie neben der ehemals versiegelten Fläche rund 170 Proben gezogen und analysiert. Darüber hinaus habe es mehr als 20 Grund- und Oberflächenwasserproben nebst Analyse gegeben.

Durch dieses Verfahren sei sichergestellt, dass sämtliche Materialien korrekt entsorgt wurden und keine Schadstoffe unerkannt vor Ort zurückgeblieben sind. „Für mich ist das selbstverständlich“, sagt dazu Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Ihm sei es aber wichtig, dass die verfüllten Bohrungen in der Zukunft regelmäßig kontrolliert werden. Weber: „Es kann durch Veränderungen im Boden immer auch ein Riss entstehen.“ Genau das zu prüfen, hält er für wichtig.

Begeisterung auch bei dem Waffensener Ortsbürgermeister Hartmut Leefers (CDU): „Es freut mich, weil das Gelände der Natur zurückgegeben wird und die mich beängstigende Möglichkeit vom Tisch ist, die alte Anlage als Versenkbohrstelle zu nutzen.“ Was die Proben und Kontrollen angeht, müsse er sich auf die zuständigen Behörden verlassen.

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