130 Flüchtlinge ziehen in das Helmut-Tietje-Haus ein / Bürger informieren sich

Jugendherberge ist bereit

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Hans Jörg Hastedt (v.l.), Silke Hinze, Rita Toll sowie Landrat Hermann Luttmann informierten zum Thema Flüchtlinge.

Rotenburg - Der Landkreis Rotenburg wird ab Sonntagabend auch die Jugendherberge in Rotenburg als Notunterkunft nutzen. Dorthin werden 129 Flüchtlinge, die bisher in der Kaserne untergebracht waren, umquartiert. „Die Räumlichkeiten im Helmut-Tietje-Haus eignen sich besonders für Familien“, so Landrat Hermann Luttmann. Am Montag werden weitere 150 Flüchtlinge in der Notunterkunft in der Kaserne Lehnsheide aufgenommen und dort intern registriert. Das und mehr erfuhren rund 70 Bürger am Donnerstagabend während einer Info-Veranstaltung des Kreises im großen Sitzungssaal.

Bereits Samstag werden noch einmal 50 Flüchtlinge erwartet, die direkt mit einem Bus aus Bayern kommen. Das Land Niedersachsen hat weiterhin entschieden, dass der Kreis weitere Flüchtlinge aufnehmen muss. Vom Bahnhof Hannover aus werden sie Montagmorgen mit Bussen nach Visselhövede gebracht.

Zudem erfuhren die Zuhörer von Jugendherbergsleiterin Rita Toll und Silke Hinze, Leiterin der Notunterkunft, Daten und Fakten zur Unterbringung von Flüchtlingsfamilien mit Kindern, die bereits den „Check-in“ in Visselhövede durchlaufen haben. Der Aufenthalt ist bis zum 29. Februar 2016 befristet. Arabisch sprechende Dolmetscher vom Deutschen Roten Kreuz werden den Bewohnern zur Verfügung stehen. Parallel dazu läuft der Herbergsbetrieb mit 60 Plätzen weiter.

„Diese Parallelbelegung wird sich auch nach der Winterpause im Dezember im neuen Jahr fortsetzen“, erklärte Herbergsleiterin Toll. Einige Reservierungen von sogenannten „Kerngästen“, wie Schulen und Familien, seien bereits vorgenommen worden, erklärte sie.

Mit der Aufnahme der neuen Ankömmlinge sei das Limit von 500 Personen erreicht. Ob das nun das Ende der Fahnenstange ist oder ob weitere Amtshilfeersuchen kommen, konnte selbst der Landrat nicht verbindlich sagen. Von den bisher in Visselhövede registrierten 711 Flüchtlingen hielten sich am Donnerstag 305 Personen in der Kaserne auf. Zusammen mit den Neuankömmlingen von Samstag (50 Personen) und Montag (150) ist die volle Kapazität erreicht. Unter den Flüchtlingen sind Minderjährige ohne Eltern. Das Schülerwohnheim in Zeven-Aspe soll zu deren Unterbringung genutzt werden. Zudem werden Pflegeeltern gesucht. Infos gibt es beim Landkreis unter der Rufnummer 04261/9830.

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