416 Flüchtlinge leben aktuell in den Notunterkünften in Visselhövede und Rotenburg

Landkreis schaut sich nach Alternativen um

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Die Jugendherberge steht noch bis zum 29. Februar als Notunterkunft zur Verfügung.

Rotenburg - Von Michael Krüger. 295 Flüchtlinge sind aktuell in der Notunterkunft der Kaserne Visselhövede untergebracht, 121 Menschen, Familien aus Syrien, leben in der Rotenburger Jugendherberge. Der Landkreis habe unter „enormen Anstrengungen“ und mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher diese Situation in den vergangenen Monaten gemeistert, lobt Landrat Hermann Luttmann (CDU). Doch die künftige Entwicklung in der Flüchtlingsfrage werfe noch viele Fragen auf.

Auch wenn das Amtshilfeersuchen des Landes für die Notunterkünfte offiziell nur bis zum 31. Dezember laufe, erwarte er, dass die Vereinbarung weiter gelte. Schwierig gestalte sich allerdings die Mietvertragsverhandlung mit dem Land für die Kaserne. In den Ministerien in Hannover werde mittlerweile genauer aufs Geld geschaut. Doch jetzt auf Turnhallen zu setzen, weil sie billiger seien, wäre nicht vermittelbar. Eigentlich hatte der Landkreis geplant, die Kaserne wenigstens ein Jahr lang weiter als Notunterkunft zur Erstaufnahme anzubieten. Die Registrierung und die Auszahlung des Taschgeldes für die Menschen würde dann weiter in Schwanewede erfolgen, die ärztliche Untersuchung im Heidekreis-Klinikum.

Da die Jugendherberge nur bis Ende Februar zur Verfügung stehe und die Kapazität der Kaserne auf 450 Menschen begrenzt ist, suche der Landkreis nach möglichen Unterbringungen in Rotenburg und „einer anderen Kommune im Südkreis“, so Luttmann. Gelte das Amtshilfeersuchen weiter für 500 Menschen, müssten 50 weitere Plätze gefunden werden.

Kaserne und die Jugendherberge als Notunterkünfte wirkten sich im Übrigen positiv auf die reguläre Aufnahmequote für Asylsuchende in den Kommunen aus. 1380 Menschen seien nach den neuesten Mitteilungen aus Hannover aufzunehmen, „ein Bonus von 260 Menschen für die Notunterkünfte“ sei eingerechnet, so Luttmann. Visselhövede, Rotenburg und Zeven sollen damit entlastet werden, weil die als Standorte besonders betroffen seien.

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