Flüchtling Alaa Kadoura aus Syrien will Leidensgenossen helfen und hat bald einen Job

So gut kann Integration funktionieren

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Flüchtling Alaa Kadourca hilft Flüchtlingen.

Rotenburg - Von Guido Menker. Elke Bellmann ist begeistert. Die Leiterin des Rotenburger Amtes für Jugend und Soziales steht damit aber nicht alleine da. Alle, die den aus Syrien kommenden Mediziner Alaa Kadoura bislang kennengelernt haben, geraten ins Schwärmen. Kein Wunder, schließlich ist der 37-Jährige ein Beispiel dafür, dass Integration gelingen kann. Kadoura war im August vergangenen Jahres aus dem Erstaufnahmelager in Braunschweig nach Rotenburg gekommen. Inzwischen spricht der Mediziner ausgezeichnet Deutsch. Aus der Wohnung, die er im August bezogen hatte, will er nun raus, um auf dem „Campus Unterstedt“ einzuziehen. „Ich möchte den anderen Flüchtlingen helfen, sich in der für sie neuen Gesellschaft zurechtzufinden.“

Und so ist Alaa Kadoura auch jetzt schon viel in Unterstedt. Er hilft beim Übersetzen, kümmert sich, wo er nur kann, und gibt seine Erfahrungen weiter – auch beim Deutschlernen. „Ich hatte von meinem Bruder, der schon seit zwei Jahren in Hannover ist, Bücher, CDs und Lernprogramme bekommen und es mir damit beigebracht“, sagt er. Schon bald soll aus der Hilfe ein Job werden – der Antrag, für ihn einen Platz im Bundesfreiwilligendienst zu bekommen, läuft. Viel wichtiger ist es ihm aber, schon bald seine Familie hier zu haben. Die Frau und die beiden Kinder musste er in Aleppo zurücklassen: „Der Weg war zu gefährlich.“

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