Kurs: „Gesund mit Hund“

Fitness für Mensch und Hund: Stand-Up-Paddling auf dem Bullensee

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Der schottische Musiker Alasdair Mac Millan gab den zwei- und vierbeinigen Insassen des Mega-SUP ein Exklusiv-Ständchen. 

Rotenburg – Nero guckt skeptisch: Auf dieser gelben Planke soll er mit Frauchen über den Bullensee schippern? „Kollegin“ Emma dagegen ist schon zu Verena Pierza aufs Brett gesprungen. Die vierjährige Staffordshire-Dame kann gar nicht genug bekommen vom gemeinsamen Stand-Up-Paddling (SUP) – sehr zur Freude der Zuschauer, die sich um die Boards von Ulf Siemsglüß, Besitzer eines Kanu- und Kajakverleihs aus Fallingbostel am Sonntag am Rand des Bullensees versammelt haben.

Auch Jack schaut eher verhalten – sonst sei der sechsjährige Rüde immer der Coolste, verrät Frauchen Saskia Först, eine von vier Teilnehmerinnen des Kurses „Gesund mit Hund“ im Heidekreis, die sich und ihre Vierbeiner nicht nur unter Anleitung fit machen, sondern auch auf den „Strongdog“-Wettbewerb in Luhmühlen vorbereiten. „Hier lernen die Hunde, dass die Zugleine auch mal für etwas anderes gut ist als nur fürs Workout.“ Sie dient aber auch der Sicherheit – schließlich kann ein Hund angesichts der zu erwartenden Reizüberflutung auch mal abgelenkt sein. So wie Emma, die am liebsten einem ferngesteuerten Modellboot nachstellen würde.

Sicherheit, nicht nur die der zwei- und vierbeinigen Teilnehmer, sondern auch der übrigen Badegäste, ist denn auch oberstes Gebot für Betreiber Siemsglüß, der die schwimmenden Planken vor rund drei Jahren für sich und seine Klientel, darunter Schulklassen, Vereinsgruppen oder Kindergeburtstagsgesellschaften, entdeckt hat. „Hier sollen alle gemeinsam Spaß und Späßchen haben“, ist die Devise.

Wie wichtig Gemeinsamkeit ist, zeigt sich, als – von Hund Emma mit Schwanzwedeln eingefordert – das große Brett zu Wasser gelassen wird. „Da muss man sich schon einigen, um voranzukommen“, so der Anbieter pädagogischer Stehpaddelkurse.

Fitnesstrainerin Verena Pierza brauchte keine Überredungskunst, um Emma für das Stehpaddeln zu begeistern.

Das stellen auch die Jugendlichen fest, die ganz unkompliziert spontan eine Runde auf der Partyplanke drehen dürfen. Spontan gesellt sich Musiker Alasdair Mac Millan hinzu. Der Schotte geht mit Gitarre an Bord und intoniert zur Melodie von „Knocking on heaven’s door“ „Paddeln auf dem Bullensee“ – ein Riesenspaß, während die Hunde sich nach mehrstündiger Betätigung ein Plätzchen im Schatten gesucht haben.

Festgehalten im Bild wird die Aktion von Drohnenpilot Paul Ambrosio – der Heeslinger hatte den Bullensee als mögliches Paradies für Stand-Up-Paddling ins Spiel gebracht – Siemsglüß war sofort begeistert: „Ein traumhaftes Revier“, schwärmt er, „und so viele Möglichkeiten.“ Durch die geringe Tiefe eigne er sich perfekt auch für Kindergeburtstage oder Gruppen mit Behinderungen; „sogar SUP-Yoga oder Konzerte auf dem SUP könnte man hier veranstalten!“ In der Nähe böte der Wümme-Abschnitt zwischen Rotenburg und Ahausen ideale Bedingungen für eine Flussfahrt auf dem von Surf-Altmeister Robby Naish populär gemachten Sportgerät. „Hier einen festen Standort zu haben, wäre ein Traum“, meint der Mittfünfziger mit Blick auf den Pavillon am Westufer. 

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