In der Kreismusikschule

Abschlusskonzert der Bläserkammermusik: Feuerwerk und Sternenkrieg

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Die Orchesterstücke wie die von Gert Lueken dirigierte Feuerwerksmusik hatten die Teilnehmer vorab erarbeitet.

Rotenburg - Von Ulla Heyne. Zum neunten Mal „gesittete Ordnung“ statt Chaos – auch in der neunten Auflage des „KAOS“-Workshops konnte sich Mitorganisator Gerd Lueken das Wortspiel nicht verkneifen. Zweieinhalb Tage lang waren junge Bläser aus dem gesamten Elbe-Weser-Raum, darunter aus Syke, Bremen, Verden und Wedel, zusammengekommen, um über ihren regulären Instrumentalunterricht hinaus gemeinsam Kammermusik zu machen.

Am Sonntag präsentierten die 26 Teilnehmer vor Eltern, Großeltern und Geschwistern im Rahmen eines Abschlusskonzertes in der Kreismusikschule die Ergebnisse ihrer Arbeit. Und gearbeitet hatten sie trotz allen Spaßes wahrhaftig, hatte doch jeder Teilnehmer neben den Orchesterstücken (Bearbeitungen von Händels Feuerwerksmusik, Auszügen aus dem Musical „Les Misérables“ und einem Werk von Bernstein) je einen Auftritt in der eigenen Instrumentengruppe und im gemischten Quintett. Gemischt nahm sich denn auch das auf das Alter und den Leistungsstand der Jungmusiker zugeschnittene Programm aus: neben klassischen Stücken wie Tschaikowskis „Tanz der Zuckerfee“, Brahms‘ „Ungarischem Tanz“ oder einem Rosetti kamen auch moderne Klassiker wie das Traditional „Danny Boy“, das Star-Wars-Thema, der Comedian-Harmonists-Gassenhauer „Ich wollt, ich wär ein Huhn“ und eigene Kompositionen von Fagott-Anleiterin Helga Warner-Buhlmann.

Für sie und ihre Mitstreiter Gert Lueken (Klarinette), Peter Nijenhof (Flöte), Bettina Blanke (Oboe) und Dominik Kratzer (Horn) jedes Mal wieder eine Herausforderung: „Wir wissen nicht genau, welchen Stand wir voraussetzen können und haben eine Reihe von Stücken parat, die wir vor Ort auswählen, wenn wir die Teilnehmer kennengelernt haben.“ Schließlich wolle man sie weder unter-, noch überfordern. Diesmal waren unter den Zehn- bis 18-Jährigen vor allem jüngere Teilnehmer dabei – die musikalische Zukunft scheint gesichert.

Das „Orchester-Mangelinstrument“ Oboe war gleich sechs Mal vertreten.

Die zeigten jede Menge Mut, der dazugehört, die erst an diesem Wochenende frische eingeübten Stücke zu präsentierten – kommt es im Quintett doch auf jede einzelne Stimme an, wie mehr als einmal zu hören war. Gleich an zwei Instrumenten war Hanna Schwarz zu erleben. Die 12-Jährige hatte sich für Querflöte angemeldet; als in einer Formation ein Fagott fehlte, sprang das Mitglied einer Blasorchester-AG spontan ein. Die Schülerin aus Verden war bereits zum zweiten Mal dabei. Die Motivation: „Das Musizieren gemeinsam mit so vielen anderen macht einfach Spaß!“

Zum ersten Mal unter den Zuschauern war Nils Kruse. Neugierig sei er gewesen, erzählte der musikalische Leiter der Rotenburger Konzerte, und zeigte sich vor allem von der Qualität der letzten Beiträge angetan. „Davon abgesehen ist es immer toll, wenn junge Menschen zusammen kommen und Musik machen.“ In dieselbe Kerbe schlug auch Lueken; der designierte Leiter der Rotenburger Kreismusikschule wünschte sich, „dass aus dem Format hier vielleicht einmal ein regelmäßiges Quintett erwächst.“ 

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