Flohmarkt, Kunstbasar und Informationen beim Rotenburger Tierheim

Fest mit Wolfsberatung

Die Leiterin des Rotenburger Tierheims Regina Buchhop mit den Besuchern aus Stade, Kerstin Santos und Thomas Hass, die ihre Samojede und einen Husky (r.) mitgebracht haben. - Fotos: Goldstein

Mulmshorn - Traditionell veranstaltet der Rotenburger Tierschutzverein unter der Leitung der Vorsitzenden Regina Buchhop jedes Jahr ein Sommerfest. So auch gestern auf dem Vereinsgelände in Mulmshorn. Der Erlös kommt den Heimtieren zugute. Die Helfer um Buchhop haben wieder einiges auf die Beine gestellt, den Besuchern aus nah und fern einen unterhaltsamen, und informativen Tag zu bieten.

Geschickt ist es dem Verein gelungen, auf dem kleinen Gelände am Mühlenweg einem Flohmarkt, Kunstbasar sowie mehrere Info-Stände rund ums Haustier zu platzieren. Dazu noch ein Cateringzelt mit Ausgabe von warmen Speisen sowie Kaffee- und Kuchen. So herrscht ein reges Treiben auf dem Gelände.

Kerstin Santos und Thomas Hass aus Stade sind mit ihren russischen Schlittenhunden Stammgäste beim Sommerfest in Rotenburg. „Wir lieben die familiäre Atmosphäre und die wunderbare Art des Teams“, erklärte Santos, die ganz besonders die Leiterin in ihr Herz geschlossen hat. „Frau Buchhop hat ein großes Herz für Tier und Mensch. Für sie ist die Aufgabe hier eine Berufung und das spürt man an allen Ecken und Enden“, lobt die Staderin die Einrichtung.

Buchhop gibt sich wie immer bescheiden und freut sich, dass so viele Besucher zum Sommerfest gekommen sind. „Wir pflegen zurzeit 40 Katzen und sieben Hunde in unserem Heim“, erklärt sie und mit Blick auf den Neubau an der Soltauer Straße, der immer noch in der Planungsphase ist, sagt sie augenzwinkernd: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Jürgen Cassier referiert.

Der Wolfsbeauftragte des Landkreises, Jürgen Cassier, informiert die Besucher indes über die Konfliktlage bei den hier heimisch werdenden Wölfen. Die Willkommenskultur habe sich im Laufe der Jahre etwas verschoben. Besonders die Nutztierhalter sehen die Anwesenheit der zugezogenen Vierbeiner mit Skepsis, da bereits einige Schafe Opfer von Wölfen geworden seien. Neben Informationen zum Verhalten der Wölfe gibt er den Tipp, Nutztiere durch einen 90 Zentimeter hohen Elektrozaun mit einer Spannung von 5 000 Volt zu schützen. „Dann zahlen die Versicherungen zumindest eine Entschädigung“, so der Experte. - go

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