Ferdinands Feld Festival in Rotenburg

„Hier kann es wachsen“

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In den vergangenen Wochen hat „Ferdi“ ordentlich Werbung in eigener Sache gemacht – unter anderem auch am Wochenende beim Deichbrand Festival.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Eine Eintagsfliege wolle man nicht werden, da sind sich die Veranstalter einig. Ferdinands Feld soll vielmehr abheben, in die Luft gehen, um dann sicher zu landen und sich fest zu verankern. Am Sonnabend, 1. August, steigt die erste Auflage des Open Airs für Freunde elektronischer Musik auf dem Rotenburger Flughafen.

„Hier kann es wachsen“, zeigt sich Roland Nielebock vor der Premiere zuversichtlich. Bald eineinhalb Jahre Planung liegen hinter dem Scheeßeler, der gemeinsam mit seinen Bremer Freunden Marco Fricke und Benjamin Pekrul das Festival auf die Beine gestellt hat. Alle im Planungsteam sind selbst als DJs für Techno, House und artverwandte Stile unterwegs, wollten nach Auftritten in den Clubs die große Bühne auch in die Region bringen.

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Dass das im Landkreis Rotenburg funktionieren kann, haben Hurricane, Village Vibe, Metal Splash, Heimat Festival, Rock den Lukas oder Oakfield für den Bereich Gitarrenmusik längst bewiesen. Auch die Race Days demonstrieren an diesem Wochenende auf dem Rotenburger Flughafen Ähnliches – bekanntermaßen mit Knorkator als Headliner. Doch Techno und Co. haben fernab der großen Öffentlichkeit eher ein Nischendasein gefristet. Lovefield war einmal, nun kommt Ferdinands Feld. Und dafür legen sich Nielebock und sein Team von „24/7 Events und Merchandising GmbH“ mächtig ins Zeug. „So eine Veranstaltung gibt es im Umkreis von 100 Kilometern nicht“, spart der Neu-Festivalveranstalter nicht mit Lob in eigener Sache.

Tatsächlich war das Festival in den sozialen Medien, mit klassischer Werbung oder als Event-Kultur in den vergangenen Wochen kaum zu übersehen. Festival-Maskottchen „Ferdi“ rührte kräftig die virale Werbetrommel, tauchte bei verschiedenen Veranstaltungen der Zielgruppe auf. „Wir möchten die Stadt kulturell bereichern“, beteuert Nielebock, der sich beim Organisations-Endspurt aber handfesteren Problemen ausgesetzt sieht: „Es steht noch ganz viel Kleinkram an, den wir gar nicht auf den Zettel hatten.“ Wie viele Mülltonnen braucht man? Wie können Abläufe optimiert werden? Als Besucher bei Open Airs habe man zuletzt deswegen auch ganz anders hingeschaut – denn in Rotenburg soll es reibungslos laufen.

24 internationale und nationale DJs sowie acht „neue Talente“ aus der Region werden ab 11 Uhr morgens von drei Bühnen „15 Stunden lang auf die Ohren“ geben, verspricht Nielebock. Obwohl er selbst als Roger Horton mit dabei ist und zum Tanz lädt, stellt der Scheeßeler zwar nicht offensiv dar, zeigt aber den Ansatz des Festivals: aus der Szene für die Szene. Dass das angenommen wird im verkehrstechnisch gut gelegenen Rotenburg, zeigt der Vorverkauf. Mehrere tausend Tickets sind weg, ob es überhaupt eine Tageskasse gibt, ist noch offen. Das reguläre Ticket gibt es für 26,90 Euro, für 109 Euro gibt es ein 1.-Klasse-Ticket inklusive Getränken, Grillbüfett, Lounge-Bereich, Garderobe und anderen Extras. Wer zu diesen Konditionen einsteigen will, sollte sich aber beeilen. „Boarding fast komplett“, so Nielebock gestern, elf Tage vor dem Start. Im Klartext: nahezu ausverkauft.

Neben der Musik aus allen Bereichen der elektronischen Beats, die von Top-Namen des Genres wie „Tai“, „Garmiani“ und Stefan Dabruck angeführt wird, legen die Veranstalter Wert auf „etwas mehr Liebe“ beim Drumherum. Sieben Food-Trucks sorgen für die Verpflegung, das Flughafen-Gelände soll ganz besonders hergerichtet werden. „Am Montag legen wir los“, so Nielebock. Und dann gilt es auch schon bald: Abheben und Durchstarten in Rotenburg.

www.ferdinandsfeld.de

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