Corona-Konzept geht auf

Danke Ferdi! Hunderte feiern eine Auszeit von der Krise

Ferdi-Fans seit der ersten Stunde: Rebecca, Ronja, Mareike und Kiara aus Bremen (von links) haben ihre Eintrittskarten im Radio gewonnen.
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Ferdi-Fans seit der ersten Stunde: Rebecca, Ronja, Mareike und Kiara aus Bremen (von links) haben ihre Eintrittskarten im Radio gewonnen.

Rotenburg – Auf den ersten Blick wirkt es, als würde auf dem Flugplatz in Rotenburg in wenigen Augenblicken eine Zuchtvieh-Auktion starten – unterlegt mit ein bisschen Elektro-Musik. Schließlich reihen sich auf der Rasenfläche lauter „Gehege“, bestehend aus jeweils drei Bühnengittern, aneinander. Je mehr Menschen das Gelände betreten, desto eindeutiger wird jedoch der Anlass: Lametta, Luftballons und Lichterketten verwandeln die metallischen Boxen in kürzester Zeit in gemütliche Parzellen. Not macht also erfinderisch. Schließlich hätte ohne die abgetrennten Bereiche das Ferdinands Feld in diesem Jahr überhaupt nicht stattfinden können.

Doch das wollte und konnte Ferdi seinen treuen Anhängern natürlich nicht antun. Also musste eine Festival-Idee her, die auch in Zeiten der Corona-Pandemie umsetzbar ist. Gesagt, getan. Den Veranstaltern Roland Nielebock, Marco Fricke und Benjamin Pekrul ist es mit ihrem Team gelungen, genau so ein Konzept zu finden und hervorragend in die Tat umzusetzen. Damit haben sie es den Besuchern ermöglicht, für einen Abend die Sorgen des Alltags und der Gesundheitskrise zu vergessen. Lediglich die Maskenpflicht außerhalb der Parzellen und die vielen Desinfektionsmittel-Spender erinnerten noch an die Corona-Probleme.

Ein Kuss in Krisenzeiten.
Ein gutes Selfie ist natürlich Pflicht auf Festivals.

Die Regeln sind klar und für die Ferdi-Fans augenscheinlich auch nach dem Konsum von Alkohol noch einfach umzusetzen. Und wenn die Maske doch einmal in der Parzelle vergessen wird, macht die Security darauf aufmerksam. Es ist ohnehin zu betonen, wie zuvorkommend, geduldig und freundlich die Sicherheitsleute ihren Job gemacht haben. So ist es kein Wunder, dass die Polizei im Anschluss bestätigte, dass es keinen Verstoß gegen die Corona-Verordnung gab und „alles ruhig geblieben“ ist.

Headliner David Puentez heizt ordentlich ein.
Wichtig: Außerhalb der Parzellen gilt für die Besucher die Maskenpflicht.

Ruhig? Das beschreibt die Festival-Atmosphäre ansonsten nicht sehr zutreffend. Küstenklatsch, Mark Bale, Roger Horten, David Puentez, Lost Identity und Co. haben dem Publikum ordentlich eingeheizt. Mit Blick auf die Zusammenstellung der DJs kann die „Dann halt in klein“-Auflage also auf jeden Fall mit den Vorjahren mithalten.

Spaß an der Freude und Musik im Blut.

Ohnehin dürfte es ein Ferdinands Feld gewesen sein, das den Fans noch lange in Erinnerung bleibt. Einfach weil die Umsetzung zu Zeiten der Corona-Krise kaum besser hätte laufen können. Dieser Meinung waren auch die Ostblockschlampen: „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir in einer solchen Zeit einen so großen Spaß haben können. Danke Ferdi“, hatte das Duo nach seinem Auftritt und vor dem sich anschließenden Feuerwerk gesagt.

Von Lea Oetjen

Die Festival-Armbänder dürfen nicht fehlen.

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