„Ferdinands Feld Festival“ in Rotenburg

Flugzeuge im Bauch

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Rund 4000 Besucher feierten die Premiere des Ferdinands Feld Festivals auf dem Flugplatz in Rotenburg.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Jungfernflug erfolgreich absolviert: Das Ferdinands Feld Festival am Flugplatz in Rotenburg hat gleich bei seiner Premiere rund 4000 Besucher angelockt. Sie tanzten bis in die frühen Morgenstunden zu Musikrichtungen wie House, Electro, EDM und Minimal.

Es gibt das Hurricane, das Heimat-Festival oder das Metal Splash. Aber ein Festival mit elektronischer Musik im Landkreis Rotenburg – funktioniert das ebenso? Es scheint, als könnte sich etwas Neues etablieren. Aus dem gesamten Norden Deutschlands und darüber hinaus zog es die Fans am Sonnabend in die Kreisstadt. Auf insgesamt drei Bühnen, die die Veranstalter Terminals getauft hatten, legten Künstler verschiedener Stile auf. Den größten Zulauf verzeichnete der Terminal 1 mit Acts wie Garmiani, Vol. 2 Cat, Mark Bale und DBN. Auf Terminal 2 – im Indianer-Stil geschmückt mit Traumfängern und einem künstlichen Tierschädel - sorgten unter anderem Camelphat, Zwette, Haze-M und Me & My Monkey für die nötigen tanzbaren Beats.

Aber es gab nicht nur nationale und internationale Künstler zu hören, die schon bekannt sind. Die Macher des Festivals, dessen Name im Übrigen an Luftschiff-Erfinder Ferdinand Adolf Heinrich August von Zeppelin angelehnt ist, haben sich auch auf die Fahne geschrieben, junge Nachwuchs-DJs zu fördern. Das Terminal 3 diente also als Talent-Stage.

Man darf gespannt sein, ob künftig mehr von Maclo (Verden), Shawn Wilson (Rotenburg) oder Hermy Heuck (Bremen) zu hören sein wird. Als DJ-Pult diente ihnen ein umgebautes Auto. Etwas schade: Dieser Terminal lag schon beinahe versteckt hinter dem 1.-Klasse-Zelt und dem Bereich mit den Foodtrucks – es fanden nicht viele Gäste den Weg dorthin. Es ließ sich dort auch nicht ganz vermeiden, dass die Musik vom Terminal 1 herüberschwappte.

Ferdinands Feld Festival - Teil 2

Als Festivalgelände machte der Flugplatz ansonsten aber viel her. Während vor den Bühnen die Menschen tanzten, startete nur wenige Meter entfernt mit knatterndem Motor ein Kleinflugzeug. Das ließ nicht wenige Besucher staunend in den Himmel blicken. So gab es neben der Dekoration, zum Beispiel mit Propellern, authentische Unterstützung bei der Umsetzung des Flieger-Themas. Die „Passagiere“ kamen auf dem Ferdinands Feld Festival auch in Sachen Flair voll auf ihre Kosten.

Für großes Aufsehen sorgte daneben das Retro-Maskottchen des Ganzen: Ferdinand. Auf der Bühne stehend feierte er gemeinsam mit den Fans, und wenn er sich unter die Leute begab, war er stets umringt von einer Traube Groupies, die sich alle ein Bild mit ihm sichern wollten.

Nicht so erfreulich: die Müllsituation. Zu späterer Stunde füllte sich das Areal immer mehr mit den Plastikbechern, obwohl genügend Mülltonnen aufgestellt waren. Auf die Getränkebehälter – für drei Wertmarken, also drei Euro, gab es 0,3 Liter Bier – wurde kein Pfand erhoben.

Veranstalter Roland Nielebock war gestern noch ganz angetan von seinem Festival: „Super Stimmung, super Wetter, tolle Gäste. Ein echt gelungener Jungfernflug. Sicher gibt es an der einen oder andere Stelle noch etwas zu verbessern, aber die Premiere des Veranstaltung in dieser Art in Rotenburg war ein voller Erfolg.“

Schon heute beginne er mit den Planungen für eine Wiederholung im kommenden Jahr. „Wenn alle Beteiligten wieder zustimmen und mitmachen, sollte einem Festival 2016 nichts im Wege stehen“, so Nielebock.

Ferdinands Feld Festival in Rotenburg

Ferdinands Feld Festival 2015 - Teil 1

Ferdinands Feld Festival 2015 - Teil 2

Ferdinands Feld Festival 2015 - Teil 3

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