Ferdinands Feld Festival bringt elektronische Klänge nach Rotenburg

„Ein Stück mehr Liebe“

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Benjamin Pekrul (von links), Marco Fricke und Roland Nielebock sind die Männer hinter dem Ferdinands Feld Festival.

Rotenburg - Von Michael Krüger. „Musik führt die Leute zusammen“, sagt Marco Fricke und blickt in die Sonne. Der 32-jährige Bremer, der als DJ auch Mark Bale ist, träumt aber nicht, er schaut vielmehr einem Kleinflugzeug beim Anflug zu. Auch er will mit seinem Team landen, und zwar genau hier, wo er jetzt zum ersten Mal über das spricht, was am 1. August zum ersten Mal über die Bühnen gehen soll: Ferdinands Feld Festival auf dem Rotenburger Flughafen. Die neue Destination für Freunde elektronischer Musik.

Mit Fricke schwärmen Benjamin Pekrul und Roland Nielebock – nicht nur über das hautnahe Erlebnis landender Fluggeräte, sondern auch über ihr Projekt. „Fast ein Jahr Planung liegen hinter uns“, sagt Pekrul, wie alle im Planungsteam selbst als DJ für Techno, House und artverwandte Stile unterwegs.

Ferdinands Feld also, natürlich eine Anspielung auf die Spielstätte, auf der am ersten Sonnabend im August wenigstens 16 nationale und internationale DJs sowie einige Nachwuchstalente für den guten Ton sorgen sollen. Ferdinand Adolf Heinrich August von Zeppelin als Ideengeber für den Namen sowie die Gestaltung des Logos, des Maskottchens: alles retro, wie sich auf den frisch gestalteten Online-Seiten des Festivals erkennen lässt.

Hurricane, Village Vibe, Metal Splash, Heimat Festival – Gitarrenmusik als Open Air hat im Landkreis Rotenburg eine lange Tradition, die elektronische Musik hatte sich hingegen mit dem Lovefield Festival schon vor langer Zeit verabschiedet. Das wollen die drei Freunde ändern. Ihre „24/7 Events und Merchandising GmbH“ soll die Lücke mit Sitz von Scheeßel aus schließen, der Heimat von Nielebock.

Es gäbe viele gute Gründe für Rotenburg und den Flughafen im Speziellen, sagen sie: strategisch günstig gelegen zwischen Hamburg, Bremen und Hannover, ein weitläufiges Gelände, gute Bahnanbindung. Und dann wolle man natürlich etwas für die Region, für die Musikliebhaber tun. 2.500, vielleicht 3.500 Besucher erhoffen sie sich zur Premiere, „das Ziel ist es, die Leute abzuholen“. Dann sei vielleicht auch die langfristige Perspektive gegeben, die selbstredend angestrebt werde. Das Ferdinands Feld Festival soll keine Eintagsfliege werden, sich etablieren, „gesund wachsen“, hofft Pekrul. Wie es gehen könnte, habe das Oldenbora Open Air Festival vorgemacht, mit dem man nun eng kooperiere. Binnen weniger Jahre sei es auf mehr als 10.000 Besucher gewachsen, auch in diesem Jahr wieder ausverkauft. Man kenne sich gut und arbeite zusammen, betont Fricke, der wie alle anderen Mitstreiter Neuland betritt bei der Organisation eines solchen Festivals.

Auf drei offenen Bühnen wird das musikalische Programm von 11 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts platziert, optisch angepasst an das Flughafen-Areal, dazu soll es ohne die übliche Pommesbuden-Aneinanderreihung einen besser gestalteten Food-Bereich geben: „Ein Stück mehr Liebe in der ganzen Sache“, verspricht Fricke – Zuckerwattestand inklusive. Im wöchentlichen Rhythmus werde nun das Programm bekannt gegeben, vom 17. April an gibt es bis Ende April vergünstigte Frühbuchertickets.

Und auch der erste Name im Programm steht nun fest: Zwette. Der Thüringer DJ hat mit Tom Odells „Another Love“-Remix einen Welthit gelandet und wird einer der Hauptacts auf der zweiten Bühne sein, die wenig überraschend „Terminal 2“ heißt und Deep, Techno und Minimal verspricht. Dazu kommt EDM, Bigroom, Progressive und Future House, heißt es. Oder um es kurz zu machen: ausreichend Musik, um stundenlang zu tanzen.

www.ferdinandsfeld.de

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