Felix Grollmisch ist der beste Beton- und Stahlbetonbauer

„Ich habe nicht viel dafür getan“

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Felix Grollmisch im Einsatz: Derzeit arbeitet er auf einer Baustelle in Hamburg.

Rotenburg - Von Inken Quebe. An das Händeschütteln hat sich Felix Grollmisch inzwischen fast gewöhnt, auch wenn es immer noch nichts für ihn ist. Der Beton- und Stahlbetonbauer packt lieber auf der Baustelle in Hamburg mit an.

Am Freitag um 16 Uhr muss Grollmisch aber in Stade noch mal viele Glückwünsche entgegennehmen, denn er wird als einer von 47 Gesellen von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade ausgezeichnet.

Mit einer glatten Eins hat er seine Gesellenprüfung bestanden. Diese Leistung brachte ihm den Sieg im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Kammerebene ein, als einer von vieren aus dem Landkreis Rotenburg. Dass er das geschafft hat, scheint für den 26-jährigen Botheler, der bei der Firma Höhns-Bau in Bothel arbeitet, kein Problem gewesen zu sein. „Ich habe nicht viel dafür getan“, erinnert er sich an seine Ausbildungszeit.

Für eine gute Grundlage hat seine erste Lehre zum Tischler gesorgt, glaubt Grollmisch. So kannte er sich in Bezug auf Holz schon gut aus. „Ich interessiere mich aber einfach für das gesamte Thema Bau, dann ist man sicher auch aufnahmefähiger.“ Wenn mal etwas nicht so klappte, wie er sich das vorstellte, oder er etwas nicht verstanden hatte, wollte Grollmisch das ändern. Also galt es, Fachbegriffe nachzuschlagen und sich Dinge anzulesen.

An seinem persönlichen Interesse lag auch, dass er beruflich überhaupt erst in die handwerkliche Richtung gegangen ist. „Meine Familie und der Bekanntenkreis haben mit meinem Job gar nichts zu tun“, berichtet er.

Mit seiner Berufswahl ist er also zufrieden, er geht in seiner Arbeit auf. „Es ist sehr abwechslungsreich, und ich sehe am Ende, was ich gestaltet habe“, so der 26-Jährige. Sein Arbeitsgebiet ist der Rohbau: Zu seinem Alltag gehört zum Beispiel, Fertigbauteile zu verarbeiten und Wände zu stellen. „Man hat aber auch lange Tage auf der Baustelle“, berichtet er. Grollmisch ist beispielsweise häufig in Hamburg tätig. „Ich bin viel unterwegs, habe immer verschiedene Arbeitsorte.“

Erstmal soll es auch bei seinem jetzigen Arbeitgeber weitergehen. Im kommenden Jahr hat er vor, seine Karriere mit der Meisterprüfung fortzusetzen.

Weitere Auszeichnungen

Neben Beton- und Stahlbetonbauer Felix Grollmisch wird am Freitag auch Maik Tödter aus Rotenburg (Seba Borco-Höhns, Rotenburg) als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker im Bereich Fahrzeugbautechnik ausgezeichnet. Außerdem Schornsteinfeger Che Stöhr aus Vorwerk (Torsten Hecht Schornsteinfegermeister, Vorwerk) und Straßenbauer Florian Fintel aus Neuenkirchen, der bei Eimer-Bau-GmbH in Visselhövede tätig ist.

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