Im Februar kann's losgehen

Diakonieklinikum feiert Richtfest der interdisziplinären Komfortstation

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Der Technische Leiter Gert-Peter Schaper (v.l.), Geschäftsführer Detlef Brünger, Architekt Frank Schonhoff und Bauleiter Kay Reineke freuen sich, endlich Richtfest feiern zu können. Gemeinsam schicken sie den Richtkranz nach oben, wo der Polier wartet.

Rotenburg - Von Guido Menker. Das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg wächst und beschreitet zugleich einen neuen, zusätzlichen Weg: Das Haus B erhält ein weiteres Stockwerk, in dem es künftig eine interdisziplinäre Komfortstation geben wird.

Im November vergangenen Jahres haben die Bauarbeiten begonnen. Am Montag feierte das Diako zusammen mit den beteiligten Gewerken, Anwohnern und Mitarbeitern das Richtfest.

„Uns hat eine Entwicklung erreicht, die es in Deutschland schon seit mehreren Jahren gibt“, so Diako-Geschäftsführer Detlef Brünger im Gespräch mit der Presse. 

Das Diakonieklinikum erweitert daher mit der Komfortstation sein Angebot im Hinblick auf Wünsche und Möglichkeiten der Patienten, während ihres Aufenthaltes zusätzliche Komfortleistungen wie die garantierte Unterbringung in einem Einzelzimmer und eine komfortablere Ausstattung sowie besondere Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen.

27 zusätzliche Zimmer auf rund 1 600 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen, die diesen Wünschen entsprechen. Das ist der räumliche Komfort, gepaart mit medialen Annehmlichkeiten – W-Lan, großer Fernseher, Streamingdienst-Angebote –, individueller Raumklimatisierung, erweiterter Auswahl an Speisen und Getränken, Lounge-Bereich und dem Aufnahme-Prozess auf der Station. 

Gert-Peter Schaper (l.) und Detlef Brünger werfen einen Blick in den Flur der neuen Komfortstation, die im Februar fertig werden soll.

„Die Qualität der pflegerischen und medizinischen Behandlung unterscheidet sich nicht zu der auf den anderen Stationen und orientiert sich im gesamten Haus an geprüften Qualitätsstandards“, erklärt Geschäftsführer Detlef Brünger und begründet die Entscheidung für den Bau einer Komfortstation. 

„Bisher haben wir keine Zimmer für Patienten, die sich zusätzliche Komfortleistungen wünschen. Dank der neuen Station können wir diesem Wunsch jetzt ebenfalls nachkommen.“ Im Februar kommenden Jahres geht die neue Station in Betrieb. Das Haus B auf dem Klinikgelände erhält dafür ein weiteres Stockwerk. Auf dem bisherigen Dach entsteht eine zusätzliche Etage. Etwa 6,4 Millionen Euro sind für die Komfortstation eingeplant, mit denen das Diakonieklinikum weiter in seine Zukunft investiere, teilt das Diako mit. Den Bau finanziere das Klinikum aus eigenen Mitteln.

Den genauen Preis, den die Patienten für eine Nacht in einem dieser Zimmer zu zahlen haben, kann Brünger noch nicht nennen. „Die Verhandlungen mit dem Verband der privaten Krankenversicherer laufen noch“, erklärte er. Nur so viel: Es werde sich im Bereich zwischen 150 und 200 Euro bewegen.

Für Patienten mit geplanten Eingriffen 

Das Angebot richte sich an Patienten der chirurgischen wie auch der internistischen Stationen im Diakonieklinikum. Die Komfortstation spreche vor allem Patienten mit geplanten Eingriffen und Behandlungen an – Kassenpatienten mit Zusatzversicherung, Privatpatienten und Selbstzahler gleichermaßen.

Die Erlöse der Komfortstation kämen dem gesamten Klinikum zugute und könnten damit auch für weitere Investitionen wie beispielsweise Stationssanierungen und Medizintechnik genutzt werden.

„Derzeit laufen unter anderem die Dachdeckerarbeiten und die Installation der Anschlüsse für die Sanitärbereiche“, erläutert Gert-Peter Schaper, Technischer Leiter, den aktuellen Stand der umfangreichen Baumaßnahme. Zudem werden gerade die Elektrotrassen gelegt, während die Treppenhäuser und Aufzugschächte bereits hochgeführt wurden.

Putzarbeiten laufen

Abgeschlossen sind ebenfalls die Fenstermontagen, und es konnte mit den Putzarbeiten begonnen werden. Ebenso laufen die Arbeiten an der Ausstattung eines Musterzimmers. Schaper unterstrich zugleich, dass Sanierungen anderer Stationen auch weiterhin betrieben würden. Mittelfristig gehe es um die internistischen Stationen fünf und sechs.

Bevor der Polier Gert Schmidt von der Kögel Bau den großen Richtkranz per Kran nach oben ziehen ließ und seinen Richtspruch via Mikrofon zum Besten gab, hatte es Detlef Brünger nicht vergessen, den Nachbarn, den Mitarbeitern und den Patienten zu danken – für ihre Geduld, ihr Verständnis und ihre Leidensfähigkeit. Brüngers Dank ging zugleich auch an die am Bau beteiligten Firmen.

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