Fast 150 Interessierte kommen zur Bürgerversammlung in den Buhrfeindsaal – und wollen den Flüchtlingen helfen

Morgens ruhig – und abends open end

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Fast 150 Gäste kamen zur Bürgerversammlung.

Rotenburg - Es wird immer schwieriger, sagt Bürgermeister Andreas Weber. Er meint die Unterbringung von Flüchtlingen in Rotenburg. Wohnungen sind kaum noch zu bekommen, die Kapazitäten auf dem Campus Unterstedt schon bald erschöpft, und auch der im Umbau befindliche ehemalige Rathsmann-Baumarkt wird möglicherweise nicht reichen, sollte der Flüchtlingsstrom nach Deutschland nicht abreißen oder zumindest an Intensität deutlich verlieren. Es geht aber eben nicht nur um die Unterbringung, sondern auch um die Integration. Die haben sich Stadt und Diakonissen-Mutterhaus auf die Fahnen geschrieben – sie soll vor allem auf dem Campus Unterstedt Gestalt annehmen. Mit Hilfe von ehrenamtlichen Kräften.

Genau die haben Matthias Richter, Theologischer Direktor des Agaplesion Diakonieklinikums, Campus-oordinatorin Dorothee Clüver sowie Bürgermeister Andreas Weber versucht, im Rahmen einer Bürgerversammlung im Buhrfeindsaal zu akquirieren. Fast 150 Interessierte waren der Einladung am Donnerstag gefolgt. Das Ergebnis: Die potenziellen Helfer haben bereits die ersten acht Teams (Sport, Freizeit, Deutsch, Fahrradwerkstatt, Garten, Patenschaft, Kultur und Fahrdienst) gebildet.

Weber hatte zuvor die aktuelle Situation dargestellt und ist auf den Vorfall von vor einer Woche mit dem nächtlichen Hausfriedensbruch zweier dem rechtsradikalen Lager zuzuordnenden Männer eingegangen. Richter erklärte den Gästen das Ehrenamtskonzept, und Dorothee Clüver schilderte einen ganz normalen Tag auf dem Campus. Besuche, E-Mails, Telefonate, Fahrten zu den Ärzten – und viele kleine Dinge, die zu regeln sind. Die Koordinatorin: „Morgens ist es recht ruhig – abends open end.“

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