American Football in Rotenburg

Familienfest bei den Cyclones zum 30. Geburtstag

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Vor dem Kickoff steht auch Bürgermeister Andreas Weber (SPD, l.) mit auf dem Rasen des Sportplatzes in der Ahe. Was er und die Besucher beim Tag der offenen Tür erlebten, war beeindruckend. Seit 30 Jahren gibt es American Football in Rotenburg.

Rotenburg - Von Matthias Daus. Laute Rufe hallen über das Sportgelände in der Ahe in Rotenburg und sind auch noch in einiger Entfernung deutlich zu vernehmen. Was dahinter steckt, offenbart sich beim Betreten des Sportplatzes. Ein Blick genügt, und man erkennt sofort, dass sich hier zwei Footballteams aufwärmen. Ganz nach amerikanischem Vorbild, stehen die Spieler in einer Formation auf dem Feld und machen kollektive Aufwärmübungen, bei denen sie sich mit den lauten Ausrufen noch zusätzlich pushen. Eine beeindruckende Kulisse für das Familienfest der Rotenburger Cyclones, oder besser der Cyclones Sports Family.

30 Jahre gibt es mittlerweile schon American Football in Rotenburg. Anlass genug, sich mit einem „Tag der offenen Tür“ als Verein der breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Ein Tag zum Anschauen und Mitmachen, mit Hüpfburg, stilechter Verpflegung (Hotdogs, Popcorn), Trainingsgeräten zum Ausprobieren, Darbietungen der Cheerleader der Rotenburg Twisters, und als Highlight einem Flag-Footballspiel, bei dem in der zweiten Halbzeit auch jeder Interessierte mitmachen darf.

Hinter all dem steckt eine Menge Arbeit für die Helfer und das Orgateam rund um Antje Sieburg, die so etwas wie das Sprachrohr und die gute Seele des Vereins ist. Bleibt zunächst die Frage offen, was eigentlich Flag-Football ist. „Das ist sozusagen Football mit sehr wenig Körperkontakt, bei dem die Spieler einer Mannschaft Punkte erhalten, wenn sie den Gegnern kleine Fähnchen, die sie an der Kleidung tragen, abnehmen. Das alles natürlich in Verbindung mit einem relativ normalem Spielaufbau“, erklärt Antje Sieburg. Eine Art des Spiels, die es Neueinsteigern erleichtern soll, einen Zugang zu diesem Sport zu finden. Mit einem Kickoff, dem Pendant zum Anstoß beim Fußball, durch den Vorsitzenden des TuS Rotenburg, Rolf Ludwig, beginnt es. Die Teams, die hier gegeneinander antreten, sind die Zeven Flames und die Rotenburg Cyclones und letztendlich ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Da rennen und kämpfen Jungen und Mädchen aus dem Jugendbereich, die hier teilweise das erste Mal vor Publikum antreten dürfen, zusammen mit aktuellen Herrenspielern und einigen Veteranen aus vergangenen Zeiten. Auch wenn bei manch einem das Haar schon etwas grauer ist, sind hier alle mit Herzblut und viel Laufbereitschaft bei der Sache. Eine Leidenschaft, die auch an der Seitenlinie von den Auswechselspielern uneingeschränkt übernommen wird. Und wenn es das Ziel dieser Veranstaltung war, den Spaß und den Teamgeist dieser Sportart zu vermitteln, ist das Vorhaben auf ganzer Linie gelungen.

Das sieht Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) übrigens genauso. Weber, der als Handballer lange Zeit aktiver Sportler gewesen ist, hat es sich nicht nehmen lassen, diesem Schautag beizuwohnen. „Es freut mich, hier so viele Veteranen zu sehen, denn ich habe die Gründerzeit damals miterleben dürfen. Eine bewegende Zeit mit unfassbar vielen Zuschauern, als die Rotenburger in der zweiten Bundesliga spielten“, erinnert sich der Bürgermeister. Über jeden Zweifel erhaben ist der Zustand des Rasens, darin sind sich Andreas Weber und Antje Sieburg einig. Dass es so ist, ist der Verdienst von Dennis Roloff, der in seiner Eigenschaft als Sportplatzwart mit dieser Aufgabe betraut ist. „Wir verdanken Dennis sehr viel, denn er hat immer ein offenes Ohr für uns und hier sehr viel für uns getan“, sagt Sieburg, während sie gerade Kuchen und Hotdogs verkauft.

Man merkt, es gehört schon eine Menge Idealismus dazu, um einen solchen Verein immer wieder zu fördern und zu leiten. „Wenn Sie das hier sehen, dann wissen Sie, warum wir so viel auf uns nehmen“, erläutert Sieburg mit Blick auf die Veranstaltung. Da passt es bestens ins Bild, dass noch vor Ende des Flag-Footballspiels die mitwirkenden Sportler einhellig der Meinung sind, dass diese Veranstaltung unbedingt wiederholt werden müsse, weil alle dermaßen Spaß an der Sache haben, dass eine Neuauflage mit dieser ungewöhnlichen Besetzung unumgänglich scheint. Abschließend weist Antje Sieburg noch auf die Homepage des Vereins hin. Dort könne jeder Interessierte mehr erfahren – über die Mannschaften, deren Trainingszeiten und die Spielpläne. Das nächste Spiel der Herrenmannschaft ist übrigens am 13. August um 15 Uhr auf dem Sportgelände in der Ahe gegen die Benefeld Black Sharks.

www.cyclonesworld.de

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