Fahrtraining der Verkehrswacht mit älteren Autofahrern in Rotenburg

Auch im Alter fit am Lenkrad

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Bevor die Senioren ihr Können am Steuer testeten, erhielten sie noch Tipps von den Fahrlehrern.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Das neue bundesweit einmalige Programm „Fit im Auto“, das die Landesverkehrswacht im April gemeinsam mit dem Niedersächsischen Fahrlehrerverband, der Polizei sowie dem Verkehrs- und Innenministeriums ins Leben gerufen hat, will älteren Menschen die Möglichkeit bieten, noch lange mobil zu bleiben. Auch die Rotenburger Verkehrswacht veranstaltete in Kooperation mit der Polizei ein Training auf dem Flugplatz der Kreisstadt. 24 Senioren ab 65 Jahren testeten ihre Fähigkeiten hinter dem Lenkrad und ihr theoretisches Wissen.

Die Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht, Cornelia Zieseniß, informierte während eines Pressegesprächs der Rotenburger Auftaktveranstaltung, was der Verein mit dem Programm erreichen will. „Es trifft den Nerv der Gesellschaft“, erklärte sie. Und damit seien nicht nur die Bedürfnisse der älteren Verkehrsteilnehmer gemeint. Neueste Forschungen hätten gezeigt, dass sich Verknüpfungen der Nervenzellen im Gehirn bei entsprechender Beschäftigung des Geistes erneuern. „Wer also bestimmte Situationen beispielsweise im Kreuzungsbereich mit viel Verkehr übt, kann das dann auch“, stellte sie fest.

Mobilität im Alter sei echte Lebensqualität. Technische Assistentzsysteme könnten unterstützen, die Fahrkompetenz möglichst lange zu erhalten. Aber nichts sei wichtiger als ein persönliches Training. Es gehe darum, den Senioren Sicherheit und Fahrfreude zu erhalten, so Zieseniß.

Während der Schulung in Rotenburg erhielten die Teilnehmer von den Experten unter anderem Antworten auf die Fragen: „Wie fahre ich bei ungünstiger Sicht sicher Auto?“ oder „Welche neuen Regeln und Vorschriften muss ich beachten?“

Bevor die Senioren sich hinters Steuer setzten, informierte der Rotenburger Verkehrssicherheitsberater Christoph Steinke über das richte Verhalten in einer Fahrradstraße oder im Kreisverkehr. Nach einer Stunde Theorie ging es dann auf die „Piste“ des Flugplatzes. Bevor die Teilnehmer aber ihre Geschicklichkeit am Steuer beim Slalom-Parcours unter Beweis stellten, lernten sie, wie der Fahrersitz und der Sicherheitsgurt perfekt eingestellt wird. Auch Bremsübungen bei verschiedenen Geschwindigkeiten standen auf dem Programm. So stellten die Senioren fest, ob sie irgendwo Defizite haben.

Da Übung ja bekanntlich den Meister macht, kann man jene Unzulänglichkeiten schnell abbauen. Bei einer Fahrt durch die City drehten die Senioren einige Runden im Stadtverkehr und hatten die Möglichkeit, bei bestimmten Situationen Fragen an den begleitenden Fahrlehrer zu stellen.

Die Senioren waren von der Schulung begeistert. Die meisten Teilnehmer waren sich anschließend ganz sicher, dass sie sich bedenkenlos hinters Steuer setzen können. Auf alle Fälle haben alle Senioren eine Menge dazu gelernt.

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