Facharzt für Pferdeorthopädie ist neuer Regent der Schützen in der Kreisstadt

„Jens, der Pferdeflüsterer“

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Die Majestäten mit Ehrendamen und die ausgezeichneten Schützen mit Kommandeur Hans-Hinrich Bruns (r.).

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Auch in diesem Jahr sind die Namen der neuen Majestäten und Medaillengewinner der Rotenburger Schützen bis zur Proklamation nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Beim Antreten vor dem Krönungshügel knisterte es vor Spannung. Dann lüftete Kommandeur Hans-Hinrich Bruns am Sonntagnachmittag gr endlich das bestgehütete Geheimnis in der Stadt: „Neuer Schützenkönig ist Jens Körner“. Großer Jubel der Schützen folgte.

Unter dem Namen werde Körner in die Annalen des traditionsreichen Vereins eingehen, erklärte Bruns, der dem neuen König als Zeichen der Würde das „Königskreuz“ans Revers heftete und die „Majestät-Gurte“ über die Schultern streifte. Zudem erhielt Körner die Königsscheibe, die letztmalig von Hans Neupert angefertigt wurde.

„Ich bin Facharzt für Pferdeorthopädie in Rotenburg am Stockfortsweg. Das hat den Kommandeur wohl veranlasst, mich ‚Jens, den Pferdeflüsterer‘ zu nennen“, erklärte der König im Gespräch mit der Kreiszeitung. Er sei schon viele Jahre Mitglied im Verein und habe im vergangenen Jahr bereits versucht, den besten Schuss zu setzen. „Diesmal hat es nun geklappt“, freute sich Körner.

Aber nicht nur die Erwachsenen suchten einen neuen Regenten. Auch der Jungschützenkönig wurde ausgerufen. So darf sich nun Bjarne Schrötter nennen. Die „Silberne Medaille“ erhielt Marko Lill. Das Damenkreuz ging an Kerstin Bade. Joachim Kohlmeyer und Werner Schenckenberg erhielten Seniorenkreuze. Die „Silberne Eichel“ ging an Stefan Schulz und die „Jugendmedaille in Silber“ erhielt Bennet Pfeifer. Sieger beim Schießen der ehemaligen Majestäten wurde Michael Rinck.

Schützenfest in Rotenburg - der Sonntag

Begonnen hatte das Schützenfest bereits am Sonnabendmorgen exakt um 6 Uhr mit einem lauten Donnerschlag. Es folgten weitere fünf Kracher an verschiedenen Stellen in der Stadt in zehnminütigem Abstand. Traditionell wurden so die Rotenburger Schützen geweckt, damit sich die Damen und Herren in den grünen Jacken noch stylen können, um dann in ihren schmucken Uniformen pünktlich in der Innenstadt anzurücken. Das Geböller schien seine Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn alle waren pünktlich zum Appell erschienen. Zu den Rotenburgern gesellten sich Gäste von den befreundeten Schützenvereinen aus Scheeßel, Wohlsdorf, Waffensen und Sottrum. Gemeinsam mit dem Spielmannszug Waffensen und Musikzug Lilienthal marschierten die Schützen nach der Begrüßung durch den Kommandeur in Begleitung von weiteren Gästen vom Schwarzpulververein, den Kyffhäusern, der Feuerwehr und dem Rat und der Verwaltung.

197. Rotenburger Schützenfest - der Samstag

Bürgermeister Andreas Weber war von der Zeremonie so begeistert, dass er noch vor seinem Grußwort einen Mitgliedsbeitrag ausfüllte. Die Tinte war noch feucht, als er verkündete: „Ich bin jetzt auch einer von Euch und ich bin gerne dabei“. Nach dem Königsfrühstück setzte sich die Schützenkolonne wieder in Bewegung, steuerte „einige Tankstellen mit Zielwasserausgabe“ an, um dann bei den Wettbewerben den Schuss mitten ins Schwarze zu setzen.

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