Von 13 bis 18 Uhr

Verkaufsoffen vor Silvester - ein Experiment in Rotenburg

Am Sonntag öffnen die Geschäfte in der Stadt ihre Türen. Es wird auf viel Trubel gehofft. Foto: GOLDSTEIN
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Am Sonntag öffnen die Geschäfte in der Stadt ihre Türen. Es wird auf viel Trubel gehofft.

Rotenburg - Ob das Experiment erfolgreich ist, weiß Cornelia Gewiehs noch nicht. „Wir schauen uns das Ganze mal an, und wenn es nicht gut angenommen werden sollte, machen wir es nicht wieder“, erklärt die Leiterin der IG City Marketing vor dem verkaufsoffenen Sonntag an diesem Wochenende. Dieser Termin des Sonntags zwischen Weihnachten und Neujahr ist in Rotenburg zum ersten Mal ausgewählt worden. Von 13 bis 18 Uhr haben die Geschäfte in der Stadt geöffnet.

„Wir haben uns gedacht, dass die Leute nach den Weihnachtstagen wieder rausgehen und bummeln wollen“, erklärt Gewiehs die Idee. „Es ist aber schwierig vorauszusagen, ob ein Termin gut ankommt. Der Kunde denkt ja oft ganz anders als wir es erwarten würden.“ Einmal im Monat trifft sich die IG City Marketing zu einer Runde, um über Aktionen oder besondere Tage zu diskutieren. Dort und per Mailaustausch mit den Rotenburger Geschäftsleuten entstand der Gedanke, diesen 29. Dezember ausprobieren zu wollen. Die Stadt Rotenburg hatte nichts dagegen und genehmigte den verkaufsoffenen Sonntag.

Der jetzige Termin erfüllt alle notwendigen Kriterien. So gibt es einige Sperrtermine im Kalender. In der Adventszeit sind verkaufsoffene Sonntage laut niedersächsischem Gesetz nicht zulässig. Ebenso sieht es mit dem Ostersonntag aus. Zudem dürfen die Geschäfte in einem Jahr nicht mehr als vier Sonntage geöffnet haben. In Rotenburg haben sie mit dieser Grenze aber keine Probleme. Lediglich am Wochenende des Kartoffelmarktes war in diesem Jahr ein verkaufsoffener Sonntag angesetzt. Hinzu kommt, dass die maximale Öffnungszeit fünf Stunden beträgt. Welcher Zeitraum gewählt wird, ist dabei völlig offen. Dieses Mal wurde der Zeitraum zwischen 13 und 18 Uhr gewählt. „Wir dachten uns, dass man entweder mit einem Mittagessen starten oder dann nach dem Bummeln mit einem Abendessen aufhören kann“, sagt Gewiehs.

In der Vergangenheit hatte die IG City Marketing versucht, die verkaufsoffenen Sonntage mit großen Veranstaltungen zu verknüpfen. „Aber mit La Strada oder der Rowdinale war es nicht kompatibel“, sagt Gewiehs. „Obwohl es bei verkaufsoffenen Sonntagen das Ziel ist, den Kunden ein Erlebnis zu bieten.“ Die Sonntage bei La Strada und der Rowdinale hatten sich für viele Geschäftsleute nicht gelohnt. Deshalb wird nun ein Tag ausprobiert, an dem sonst nichts los ist in der Stadt. Neben den geöffneten Läden wird es in der Innenstadt lediglich einige Buden geben, die Essen und Trinken anbieten, erklärt Gewiehs in einem Gespräch mit der Kreiszeitung. Zu beachten sei für die Betreiber der Läden, dass die Personalkosten an Sonntagen besonders hoch sind. Es wird oft sogar der doppelte Lohn für die Angestellten fällig. „Wir haben die Hoffnung, dass der Termin gut angenommen wird“, erklärt Gewiehs.

Rund 40 Geschäfte sind normalerweise dabei

In Rotenburg gibt es laut Cornelia Gewiehs, Leiterin der IG City Marketing, rund 100 Geschäfte. Die eine Hälfte von ihnen sind Filialbetriebe und die andere Hälfte sind inhabergeführte Geschäfte. Bei einem verkaufsoffenen Sonntag öffnen rund 40 von den Geschäften in der Kreisstadt ihre Türen. „Für manche Geschäfte lohnt es sich einfach nicht, bei so einem Termin mitzumachen“, erklärt Gewiehs.

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