Arbeitslosenquote bei 4,5 Prozent

Etwas mehr Arbeitslose im Juli

Rotenburg - Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli leicht gestiegen. Erwartungsgemäß, sagt Oliver Lemke, Leiter der Arbeitsagentur Rotenburg, Zeven und Bremervörde. Im Landkreis Rotenburg liegt die Arbeitslosenquote in diesem Monat bei 4,5 Prozent – in absoluten Zahlen sind das 3 992 Arbeitslose.

Das bedeutet im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg um fünf Prozent, die Quote lag im Juni bei 4,3 Prozent. Auch im Vergleich zum Juli 2015 ist die Quote leicht – um 2,5 Prozent – gestiegen. Damals waren 4,4 Prozent der Erwerbsfähigen arbeitslos. „Das hängt hauptsächlich mit dem früheren Schulende dieses Jahr und dem Ausbildungsende zusammen“, erklärt Lemke. Doch es gebe auch Zugänge durch Asylbewerber und Flüchtlinge. 284 von ihnen fallen in den Aufgabenbereich der Arbeitsagentur. „Das nimmt gerade an Fahrt auf“, so Lemke.

Gut sehe es dagegen auf dem Ausbildungsmarkt aus. Die Zahl der Bewerber decke sich nahezu mit dem Angebot. Auf 588 Stellen kamen 581 Bewerber. Auch diejenigen die mit ihrer Ausbildung fertig seien, seien in der Regel gut zu vermitteln.

Auch beim Jobcenter seien leichte Anstiege zu verzeichnen, sagt Leiter Harald Glüsing. Nachdem in den vorangegangenen zwei Monaten die Zahl der vom Jobcenter betreuten Bedarfsgemeinschaften rückläufig war, stieg sie im Juli um 13 Fälle von 3 685 auf 3 698 an. Somit liegt der aktuelle Monatswert um 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Zunahme der Bedarfsgemeinschaften lasse sich mit dem Anstieg der Zugangsquote im Bereich SGB II – also Hartz IV – begründen. Lag die Quote im Vormonat noch bei 5,3 Prozent, so stieg sie im Juli auf 6,2 Prozent an. Sie liegt somit auch über dem Vorjahresniveau von 5,3 Prozent. Die Abgangsquote verhält sich recht stabil – mit 5,9 Prozent entspricht sie exakt dem Vorjahreswert. Die knappe Mehrheit der Hartz-IV-Bezieher sei statistisch gesehen arbeitslos, andere seien zum Beispiel Schüler oder Auszubildende, kümmerten sich um ihre Kinder oder absolvierten Maßnahmen, so Glüsing. Mit Blick auf den Zuzug durch Flüchtlinge und Asylbewerber rechnet der Jobcenter-Leiter aber mit einem starken Anstieg unter den Hartz-IV-Berechtigten: „Wir wissen nur noch nicht wann.“ Derzeit bereite man sich aber darauf vor. 

iq

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