Rotenburg: Kita-Plätze werden schon wieder knapp

Neuer Kindergarten?
Mutterhaus steht bereit

Es gibt zu wenig Kindergartenplätze in Rotenburg. Die Stadt und das Mutterhaus verfolgen deshalb Pläne, eine weitere Einrichtung zu bauen.
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Es gibt zu wenig Kindergartenplätze in Rotenburg. Die Stadt und das Mutterhaus verfolgen deshalb Pläne, eine weitere Einrichtung zu bauen.

Rotenburg – Trotz der Aufstockung zweier Kindergartengruppen in Unterstedt und Hemphöfen um jeweils 15 Plätze wird es im nächsten Kindergartenjahr ganz eng. „Wir hoffen, mit den zusätzlichen Plätzen klarzukommen“, sagt Elke Bellmann, Leiterin des Rotenburger Amtes für Jugend und Soziales im Jugendausschuss der Stadt Rotenburg. In ihrer letzten Sitzung vor dem Abschied in den Ruhestand stellt die 63-Jährige die Bedarfsplanung für Krippe und Kindergarten vor.

Es sei nicht nur die Zahl der Kindergartenkinder angestiegen, sondern zum kommenden Kindergartenjahr würden viel mehr Kinder – insgesamt 38 – als sogenannte Flexi-Kinder auf Antrag der Eltern und vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder nicht eingeschult und blieben in den Kindertagesstätten. „Die hohe Anzahl von Flexi-Kindern mag mit der Situation um die Corona-Pandemie zusammenhängen“, erklärt Bellmann. Von einer Gruppe für vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder werde bei der Bedarfsplanung ab dem Kindergartenjahr 2022/2023 ausgegangen. Dann aber werde der Bedarf insgesamt massiv größer – die Rede ist von zusätzlich fünf Gruppen und damit von weiteren 125 Kita-Plätzen, die Rotenburg braucht, um die Elternwünsche erfüllen zu können.

Vor diesem Hintergrund teilt Bürgermeister Andreas Weber (SPD) auf die Frage von Heinz-Günter Bargfrede (CDU), wie sich das bewältigen lässt, mit, dass das Mutterhaus Interesse bekundet habe, in Zusammenarbeit mit den Rotenburger Werken einen weiteren Kindergarten innenstadtnah bauen und betreiben zu wollen. Eine Kooperation, mit der die Stadt bereits gute Erfahrungen macht – mit dem neuen Kindergarten im Neubaugebiet an der Brockeler Straße. „Jetzt geht es darum, ein geeignetes Gelände zu finden“, sagt Weber. Im Idealfall ließen sich bis Ende dieses Jahres dann alle erforderlichen Planungsarbeiten erledigen. Gelingt das, könnte ein weiterer Kindergarten vielleicht schon Ende des kommenden Jahres an den Start gehen. Für die Übergangszeit müsste man eventuell mit Provisorien zurechtkommen. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Weber. Die Stadt habe die Zahl der Kita-Plätze in den vergangenen sieben Jahre um 200 auf 920 erhöht. Bald sind es 950, und im kommenden Jahr womöglich noch einmal 125 mehr. Ein Problem aber: Es fehlen die Fachkräfte.

Matthias Richter, Vorstand des Diakonissen-Mutterhauses, betont auf Anfrage, dass viele Menschen in der Kreisstadt mit dem Diakonissen-Mutterhaus die Kita-Arbeit verbinden. „Unsere ,Lindenburg’ hat eine lange Tradition, seit knapp zwei Jahren gehört auch die ,Villa Kunterbunt‘ dazu.“ Es sei dem Mutterhaus ein Anliegen, Kinder stark zu machen. Dazu gehöre auch „eine religiöse Sprachfähigkeit, die für uns fest mit einer großen Weite für Kinder aller Religionen und Nationalitäten verbunden ist“. Kinder sollten von Beginn an Wertschätzung erleben und lernen. Deswegen übernehme das Mutterhaus gerne – vorbehaltlich der Zustimmung aller Gremien – diese Aufgabe einer weiteren Kita, teilt Richter unserer Redaktion mit. Der Ort soll innenstadtnah sein, stehe aber in der Tat noch nicht fest. Matthias Richter abschließend: „Damit keine Gerüchte entstehen: Das Umfeld am Therkornsberg gehört nicht zu unseren Überlegungen.“

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