Bürgermeisterkandidat Torsten Oestmann sammelt Unterstützer-Unterschriften

„Es fühlt sich gut an“

Andreas Wöhl (l.) unterstützt mit seiner Unterschrift Torsten Oestmanns Kandidatur.
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Andreas Wöhl (l.) unterstützt mit seiner Unterschrift Torsten Oestmanns Kandidatur.

Rotenburg – Das Wetter im Mai ist unberechenbar. Und darum hat sich Torsten Oestmann auch erst sehr kurzfristig entschieden, am Samstagvormittag auf der Geranienbrücke in der Rotenburger Innenstadt seine Unterschriftensammlung zu starten. 170 Unterstützer benötigt er für seine Bürgermeister-Kandidatur in der Kreisstadt. 70 davon hat er in der Tasche.

Oestmann – Polizeichef in Rotenburg – will im Herbst in das Rathaus wechseln. Mit Unterstützung der Grünen sowie der SPD geht er bei der Kommunalwahl am 12. September als Einzelbewerber in das Rennen um das Bürgermeisteramt. „Viele wussten gar nicht, dass ich nicht von einer Partei aufgestellt worden bin und daher diese Unterschriften brauche“, sagte Oestmann, während es um die beiden Stehtische herum schon recht wuselig geworden ist. „Es fühlt sich gut an“, stellte er nach den fast drei Stunden fest. Die Kandidatur, aber auch die Gespräche mit den Menschen, von denen eine ganze Reihe den Weg gezielt zur Geranienbrücke angetreten hätten, erklärte der 56-Jährige später. Es kam zu Gesprächen, wie Oestmann sie sich ohnehin für den Wahlkampf gewünscht hatte. Doch der ursprüngliche Plan dafür geht nicht auf. Größere Veranstaltungen seien mit Rücksicht auf die Pandemie nicht machbar, und auch andere geplante Formate lassen sich nach wie vor nicht umsetzen.

Alternativen mussten her. Oestmann setzte auf Video-Treffen. Aber: „Die Schwellenängste sind doch sehr groß. Es ist schwer, die Menschen dafür zu gewinnen.“ Entsprechend gering sei bei der Premiere die Resonanz ausgefallen. Ob es weitere Treffen dieser Art geben wird, steht noch nicht fest.

Mitglieder von der SPD und den Grünen waren von der Partie, als es darum ging, die Unterschriften zu sammeln, die am Ende die Kandidatur Oestmanns erst möglich machen. Hochgerechnet auf die drei Stunden seien alle zweieinhalb Minuten Unterschriften abgegeben worden, so Oestmann. Es seien auch „knackige Gespräche“ zustande gekommen. Gespräche mit Menschen, die nicht unterschreiben wollten. Das gehöre dazu. Oestmann plant, einen weiteren Termin vor Ort anzubieten – vielleicht schon am kommenden Samstag. Wenn denn das Wetter mitspielt.

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