Kreismusikschule öffnet Türen und Instrumenten-Arsenal für Interessierte

Die ersten Gehversuche am Instrument

Ralf Linders gab einfache Tipps, um Horn und Trompete die ersten Töne zu entlocken. - Foto: hey

Rotenburg - Wenn an einem Samstag ein Wirrwarr an Klängen aus der Kreismusikschule dringt, aus Fragmenten des getrompeteten Jazzstandards „Moondance“, überlagert von „Der Kuckuck und der Esel“ auf schwarzen und weißen Tasten, dazu ersten Töne an Horn und Harfe – dann ist wieder einmal ein Jahr um und die Kreismusikschule hat ihre Türen für Interessierte geöffnet.

Und die strömten am Samstagnachmittag denn auch reichlich. Viele Familien informierten sich, lauschten den musikalischen Darbietungen, darunter so unterschiedliche Stücke und Instrumentierungen wie „Over the Rainbow“ für ein Blockflötenduo, eine Adaption von Mozarts „Türkischem Marsch“ für Querflöte oder ein „Starwars“-Soundtrack auf der Posaune.

Dabei ging es, wie der stellvertretende Schulleiter und Holzbläser-Dozent Gert Lueken in seiner Begrüßung betonte, jedoch nicht vornehmlich darum, einen Querschnitt durch Könnensstufen, Stile und Instrumentengruppen zu Gehör zu bringen, sondern vor allem, sich selbst an vielen der im Unterricht angebotenen Instrumente auszuprobieren.

Ermutigt wurden die potenziellen Jungmusiker nicht nur von den Dozenten selbst, die den Kindern den Einstieg so leicht wie möglich machten, sondern auch durch eine Tombola, aus der jeder, der mindestens fünf Instrumente ausprobiert hatte, einen Gewinn mitnahm. Die zu stempelnden Laufkarten waren von Musikschülern liebevoll gemalt worden; deren Verteilung am Eingang übernahmen die Freundinnen Merle Bösen und Freda Krebsfänger, die hier gemeinsam Klavier und Flöte lernen.

Die meisten Kinder schauten im ersten Stock bei Klavierdozentin Meike Pesch vorbei, die auch die Zuschauer mit einbezog. Während sie die Zeigefinger der Kinder führte, sodass sich die gespielten Kinderlieder durchaus hören lassen konnten, durften Geschwister, Eltern und Großeltern an Klangstäben und Trommel den Rhythmus klopfen und klatschen. „Bei ganz vielen Kindern stellt sich hier heraus, welches Instrument zu ihnen passt – was ihnen gefällt und womit sie gut zurecht kommen.“ Dabei sei Klavier natürlich ein Klassiker und ein dankbares Einstiegsinstrument: „Wenn man eine Taste drückt, kommt sofort ein Ton heraus!“

Das war im Nebenraum bei Ralf Linders nicht unbedingt der Fall; den richtigen Ansatz an Trompete und Horn hatten trotzdem viele Kinder sofort heraus. Zum Beispiel Frida Gerling: Die Sechsjährige, die bereits an der KMS Klavier lernt, setzte an und erzeugte genau wie ihre Freundin Lia auf dem Tenorhorn sofort ein sattes „B“, das Linders Respekt abrang. Vater Gerling: „Ihr war es total wichtig, heute vorbeizuschauen – sie hat mich mehrfach an der Termin erinnert!“ Schulleiter Tilman Purrucker konnte zufrieden sein, nicht nur mit dem Interesse: „Die ersten haben schon ihren Termin für Schnupperunterricht ausgemacht.“ Derzeit werden 1 550 Schüler unterrichtet.

Tag der offenen Tür der Kreismusikschule 

Noch nicht für ein Instrument entschieden haben sich die Geschwister Adrian (7) und Jonas (4) aus Rotenburg. Aber soviel von Adrian: „Gitarre ist cool!“ Vielleicht gehört er im nächsten Jahr schon zu denen, die ihren Altersgenossen etwas vorspielen.

hey

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