Quote bei 3,9 Prozent

Arbeitslosenquote im Landkreis Rotenburg auf einem Rekordtief

Ein Rekordmonat liegt hinter der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter: Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,9 Prozent. - Foto: Menker
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Ein Rekordmonat liegt hinter der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter: Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,9 Prozent.

Rotenburg - Von Farina Witte. 3,9 Prozent. Diese Quote gab es noch nie. „Seitdem wir das wissen, laufen Gregor Stein und ich nur noch mit einem Grinsen durch die Gegend“, sagt Oliver Lemke, Rotenburger Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit, an der Seite des Rotenburger Jobcenter-Leiters.

Die Gesamtarbeitslosenquote einmal unter vier Prozent zu bekommen, sei bereits länger ein Ziel der beiden Institutionen. Insgesamt waren im Monat September 3 513 Menschen im Landkreis Rotenburg arbeitslos. 2 197 davon fallen in den Zuständigkeitsbereich des Jobcenters des Landkreises.

In die Karten spielt beiden Stellen die gute wirtschafltiche Situation, aber auch die anhaltend gute Arbeitsmarktlage. Das zeigt auch der Blick auf die Vormonate. Da zeichnete sich bereits der Trend in Richtung Rekordtief ab. Sowohl das Jobcenter als auch die Agentur für Arbeit verbesserten die Werte in den vergangenen zwei Monaten um jeweils 0,1 Prozent. Auch ein Zugang gemeldeter Arbeitsstellen gibt es im Landkreis: Im Vergleich zum August sind nochmal 137 Arbeitsstellen dazu gekommen.

Langzeitarbeitslose werden integriert

„Man merkt, dass momentan alle von der guten Lage profitieren“, meint Stein. Auch dem Jobcenter gelinge es derzeit leichter, Langzeitarbeitslose auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. „Wir bekommen auch mehr Familien aus dem Bezug“, so der Leiter des Jobcenter mit Blick auf die Situation der Bedarfsgemeinschaften. Dort liegt die Abgangsquote bei 6,4 Prozent, gegenüber einer Zugangsquote von nur 5,1 Prozent. Problematisch sei allerdings teilweise die Integration junger Menschen. So zeichne sich eine hohe Zahl an Ausbildungsabbrechern ab, berichtet Lemke.

Die Rekordzahl 3,9 lässt Oliver Lemke zu einem neuen Ziel hinreißen. Einmal einen Jahresdurchschnitt erreichen, bei dem eine Drei vor dem Komma steht, sagt er. Das könnte zwar noch ein wenig dauern, doch dass der Wert niedriger als vier Prozent bleibt, sei für die kommenden zwei Monate durchaus realistisch. „Im November erreichen wir meistens ein Tief an arbeitslos gemeldeten Personen“, erklärt Lemke, daher könne dort vielleicht sogar die 3,8 Prozentmarke erreicht werden.

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