13 neue Fälle

Corona trifft Rotenburger Werke erneut

Die Zahl der Infektionen steigt: Die Mutation des Coronavirus verbreitet sich im Landkreis Oldenburg.
+
13 Bewohner und Mitarbeiter der Werke hat es bislang beim neuen Corona-Ausbruch erwischt.

Sieben Todesfälle gab es nach einem Corona-Infektionsgeschehen in einer Wohngruppe der Werke. Nun hat es eine zweite Einrichtung getoffen.

  • 13 neue Coronainfektionen in den Rotenburger Werken.
  • Verdacht auf hochansteckende Mutationen.
  • Inzidenz im Landkreis steigt auf 34.

Rotenburg ‒ „Wir waren gerade dabei, durchzuatmen“, sagt Rüdiger Wollschlaeger. Seit Wochen waren die Rotenburger Werke im Krisenmodus, weil sich in einer Wohngruppe mit vielfach vorerkrankten Menschen mehr als 60 Personen mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Sieben Tote gab es zu beklagen, doch die Situation entspannte sich langsam. Am Mittwoch kommender Woche wird aller Vorraussicht nach die Quarantäne für die Bewohner und betroffenen Mitarbeiter aufgehoben. Nun aber muss Werke-Pressesprecher Wollschlaeger die nächste besorgniserregende Nachricht überbringen: Wieder ist eine Wohngruppe auf dem Rotenburger Zentralgelände betroffen. Bisher sind dort insgesamt 13 Fälle bekannt. Dabei handelt es sich um acht Bewohner sowie fünf Mitarbeiter. Zwölf der 13 Betroffenen wohnen im Landkreis Rotenburg. Das Gesundheitsamt arbeitet nach Angaben der Kreisverwaltung wie im ersten Szenario in enger Abstimmung mit den Rotenburger Werken, es sei umgehend eine Kohortierung, also eine Isolierung der betroffenen Personengruppe, umgesetzt worden und weitere Abstriche würden durchgeführt.

Wollschlaeger befürchtet erneut Infektionen mit den aggressiveren mutierten Viren. „Wir sehen, wie schnell es gehen kann und wie gefährlich es ist.“ Mehr denn je strenge man sich an, eine Verbreitung zu verhindern. Um die Erkrankten kümmere sich auch das benachbarte Diako vorbildlich. Anders als bei der ersten Wohngruppe sei die Zahl der möglichen Betroffenen aber geringer, die Einrichtung nicht so groß. Wollschlaeger: „Es ist ein kleineres Geschehen in einem kleineren Haus, das man besser unter Kontrolle kriegen kann.“ Allerdings seien auch hier die Bewohner vielfach schwerstbehindert und damit besonders gefährdet.

120 Wohngruppen haben die Rotenburger Werke. Rund 1.950 Menschen arbeiten in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung an vielen verschiedenen Standorten, 1.130 Bewohner gibt es. Die neuen Infektionen wurden von außen hereingetragen, sagt Sprecher Wollschlaeger. Kontakt zur ersten betroffenen Gruppe habe es nicht gegeben. Den Weg auch der Werke zu mehr Sicherheit sieht er im ausgiebigen Testen der Mitarbeiter und natürlich den anlaufenden Impfungen. Bislang seien rund 200 Bewohner und Mitarbeiter im besonders gefährdeten Pflegebereich sowie Bewohner über 80 geimpft worden.

Inzidenz steigt auf 34

Für den gesamten Landkreis meldet das Gesundheitsamt am Mittwoch 19 neue Coronafälle. Insgesamt seien damit in einem Jahr im Landkreis Rotenburg 2.463 Fälle (1.240 Frauen und 1.223 Männer) gezählt worden. 2.295 Menschen gelten als wieder genesen. 77 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Damit gibt es aktuell 91 Infizierte, von denen sich fünf Personen in stationärer Behandlung befinden. 175 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt für das gesamte Kreisgebiet bei 34 Neuinfektionen in Bezug auf 100.000 Einwohner. Kommunal gesehen hat Rotenburg im Landkreis mit 21 die meisten Fälle. In Visselhövede sind es sechs, in Sottrum fünf, in Fintel und Bothel jeweils zwei und in Scheeßel einer.

Fragen zur Impfung beantwortet die Impfhotline des Landes montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0800/9988665. Alle Fragen zum Thema Corona beantwortet das Bürgertelefon des Landkreises montags bis freitags von 9-13 Uhr unter 04261/983-983. Allgemeine Informationen und die aktuellen Fallzahlen sind auf der Internetseite des Landkreises unter www.lk-row.de/corona abrufbar.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Meistgelesene Artikel

Hiddinger berichtet von seinem Hilfseinsatz im Katastrophengebiet

Hiddinger berichtet von seinem Hilfseinsatz im Katastrophengebiet

Hiddinger berichtet von seinem Hilfseinsatz im Katastrophengebiet
Trotz Corona: Sottrumer Gemeinden planen Erntefeste

Trotz Corona: Sottrumer Gemeinden planen Erntefeste

Trotz Corona: Sottrumer Gemeinden planen Erntefeste
Kommunalwahl: Wie man sich im Rathaus der Samtgemeinde Fintel vorbereitet

Kommunalwahl: Wie man sich im Rathaus der Samtgemeinde Fintel vorbereitet

Kommunalwahl: Wie man sich im Rathaus der Samtgemeinde Fintel vorbereitet
„Man sollte ein guter Tänzer sein“

„Man sollte ein guter Tänzer sein“

„Man sollte ein guter Tänzer sein“

Kommentare