Ermittlungen gegen Gaffer und wegen Notruf-Missbrauch

Polizei geht gegen Störer vor

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Handy am Steuer – die Rotenburger Polizei geht dagegen nun härter vor.

Rotenburg - Die Rotenburger Polizei geht verstärkt gegen diejenigen vor, die Hilfs- und Rettungskräfte behindern. Das teilte Pressesprecher Heiner van der Werp gestern mit.

In einem ersten Fall geht es um den Lkw-Unfall am vergangenen Freitag auf der Autobahn 1 bei Heidenau. Gaffer an der Unfallstelle seien für Polizeibeamte nichts Neues und trotzdem immer wieder Ärgernis, so van der Werp. Nicht selten zückten Schaulustige auch ihr Handy, um das Leid anderer Menschen digital festzuhalten und anschließend ins Internet zu stellen. Dass mit dieser Unsitte nicht nur die Persönlichkeitsrechte der Unfallopfer verletzt, sondern auch die Arbeit der Polizei und der Rettungskräfte unnötig erschwert werde, spiele offensichtlich eine nachrangige Rolle. Für mehrere Autofahrer, die am Freitag an dem Unfall vorbeifuhren und die Unfallszene als Foto oder Video festhielten, werde ihr „schamloses Verhalten“ jedoch ein Nachspiel haben. Es sei ein genauer Blick auf die vorbeifahrenden Wagen geworfen worden. Gegen neun Autofahrer wurden Anzeigen wegen der Benutzung des Handys am Steuer ihres Autos erstattet. Ihnen drohe ein saftiges Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. In einem zweiten Fall wird gegen einen 45-jährigen Bremervörder ermittelt, der in der Nacht zu Montag die Beamten „ohne ersichtlichen Grund mit Notrufen beschäftigt hat“. Er habe acht Mal die Nummer 110 und später auch die 112 der Feuerwehr gerufen und so einen überflüssigen Einsatz ausgelöst. Gegen ihn leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen ein. Außerdem werden zivilrechtliche Ansprüche gegen ihn geprüft.

mk

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