Erinnerungen an die 1960er-Jahre

Oldies zum neunten Mal in dem Zeltlager auf Langeoog

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Von 1997 bis 2017: 20 Jahre Oldies – aber gibt es nach dem Jubiläum wirklich kein Treffen mehr auf Langeoog?

Rotenburg - Von Wieland Bonath. Von Freitag bis Sonntag: strahlende Sonne über der Nordseeinsel Langeoog. Der Westwind lässt die Fahne des Landessportbundes Niedersachsen auf dem grünen Oval zwischen den Dünen flattern. 33 Oldies – Frauen und Männer um die 70 – mit Schlafsäcken und bester Laune wollen es trotz Zipperleins noch einmal wagen: zwei Nächte in den weißen Spitzzelten und das zum neunten Mal in den vergangenen 20 Jahren.

Ein Jubiläumswochenende als Abschied von vielen Jahren Langeoog mit ungezählten Erinnerungen und Anekdoten. 33 Oldies aus Scheeßel, Sottrum, Rotenburg, Wolfenbüttel und München.

Nordfriesische Inseln sind Weltnaturerbe

Natürlich war Klaus Witte, pensionierter Lehrer aus Scheeßel und über viele Jahre auf Kreis-, Landes-, Bundes- und internationaler Ebene eine Institution des Jugendsports, mit dabei. Witte ist „zweigeteilt“: Mehrere Sommermonate gehören regelmäßig „seiner“ Insel Langeoog.

Das Zeltlager Langeoog der Sportjugend Niedersachsen liegt am Ostende der Nordseeinsel unterhalb der Melkhörndüne, mit 20 Metern die höchste Erhebung und einem weiten Blick auf das Meer und zum Festland nach Bensersiel (Ostfriesland) und seinen Windrädern.

Aufgrund ihrer Einmaligkeit und ihrer großen Artenvielfalt wurden die Ostfriesischen Inseln vor acht Jahren zusammen mit den Nordfriesischen Inseln von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt.

Die Anfänge des Zeltlagers reichen in die 1960er-Jahre zurück

In diesem streng geschützen Raum mit teilweise sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten liegt das Zeltlager, das unter anderem Sportvereinen, Sportbünden, Landesfachverbänden, Schulklassen Familien, Seniorengruppen und Teilnehmern unterschiedlicher Lehrgänge zur Verfügung steht.

Die Anfänge des Zeltlagers reichen rund 60 Jahre zurück – immer schon mit dem großen Oval rustikaler Spitzzelte, dazu Hauszelte für die Mahlzeiten, die Küche und Freizeitaktivitäten. Inzwischen ist die moderne Zeit längst eingezogen. Fließendes Wasser, kein gemeinsames Baden mehr in einem Bottich und einwandfreie Kanalisation. Es gibt ein Waschhaus mit modernen sanitären Anlagen, feste Gebäude für Vorräte und Küche sowie Räume zum gemeinsamen Essen und zum Feiern. Um den Abfall zu entsorgen, werden in den Dünen längst keine Gruben mehr ausgehoben oder zu der historischen Meierei am äußersten Zipfel der Insel für die zusätzliche Versorgung der Schweine gebracht.

Rückkehr auf die Insel geplant

Für viele wurde an diesen drei Tagen eine jahrzehntealte Vergangenheit wieder lebendig. Dafür sorgte Klaus Witte, der als Student und Kreisjugendleiter des Sportbundes 1960 seine ersten Erfahrungen als ehrenamtlicher Lagerleiter sammelte. Damals, als die jungen Männer noch im Anzug und mit Krawatte anreisten.

Das Organisationsteam, zu dem Regina Baumbach, Heino Behrens, Klaus Witte sowie Albert Eggert aus Scheeßel und Rainer Witte aus Sottrum gehörten, hatte für die dreitägige Reise ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Dazu gehörte die Präsentation des Seglervereins Langeoog durch den Vorsitzenden Michael Agna, die Besichtigung des Rettungsboots der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und eines auf der Insel stationierten Rettungswagens. Tourismus-Manager Hinrik Dollmann informierte die Gäste über seine Visionen zur touristischen Attraktivität der Insel und was bereits geschehen ist.

Vielleicht war das und das Lied „Lili Marleen“ von Lale Anderson, die viele Jahre auf Langeoog lebte, der Grund dafür, dass die Oldies inzwischen daran denken, in „irgendeiner Form“ auf die Insel Langeoog zurückzukehren.

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